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  • medac Symposium auf der 20. Tagung DERM 2021 in Frankenthal

    Methotrexat-Therapie auf den Punkt gebracht

    Im Rahmen des medac Symposiums auf der diesjährigen Fachtagung DERM präsentierte Frau PD Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Real-World-Daten aus dem PsoBest Register, die die Überlegenheit einer subkutanen Methotrexat (MTX) Gabe im Vergleich zur oralen Gabe belegen. Anhand von Praxisbeispielen zeigte Frau PD Dr. Wilsmann-Theis außerdem den umfassenden Einsatz einer MTX-Therapie bei anderen Systemerkrankungen und wies darauf hin, worauf beim Impfen von immunsupprimierten Patienten geachtet werden sollte.

    Methotrexat (MTX) ist seit ca. 30 Jahren für die Therapie der Psoriasis vulgaris zugelassen, seit 2018 insbesondere für die mittelschwere bis schwere Psoriasis. In diesem Indikationsgebiet zeigt es über lange Jahre ein gutes und sicheres Wirkprofil bei einem attraktiven Kosten-Nutzen Faktor. Auf dem medac Symposium präsentierte Frau PD Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Uniklinikum für Dermatologie und Allergologie, Bonn, eindrucksvolle Daten zum subkutanen Einsatz von MTX aus einem der größten Psoriasis-Register „PsoBest“ mit zur Zeit 16.774 eingeschlossenen Patienten. (Stand 30.08.2021)

    Schneller Wirkeintritt mit zuverlässigem, langfristigen Ansprechen

    Die Daten belegen, dass ein Therapiestart mit subkutanem MTX zu einem schnelleren Therapieansprechen führte. 8 von 10 der subkutan therapierten Psoriasis-Patienten zeigten nach 12 Wochen ein PASI 50-Ansprechen — 24 % mehr als unter der oralen MTX-Therapie.1

    Abb, 1 Patienten mit PASI 90 nach 52 Wochen MTX subkutane Gabe.

    Modifiziert nach Reich et al. Br J Dermatol 2020.

    Außerdem erreichten nach 52 Wochen im Vergleich zur oralen Anwendung 80 % mehr Patienten unter subkutaner MTX-Therapie ein PASI 90-Ansprechen. Fast 30 % der subkutan behandelten Patienten waren nach 1 Jahr nahezu symptomfrei.

    Auch noch einen weiteren, für die MTX-Therapie relevanten Punkt zeigen die PsoBest Daten: In der subkutanen MTX-Gruppe brachen ¾ weniger Patienten die Therapie aufgrund von Unverträglichkeiten ab, als in der Gruppe, die MTX als Tabletten einnahm. „Dies unterstreicht noch einmal die gute Verträglichkeit der subkutanen Gabe. Ein wichtiger Pfeiler wenn wir an die Compliance der Patienten denken.“ so PD Dr. Wilsmann-Theis auf dem medac Symposium.

    MTX Therapie bei weiteren systemischen Erkrankungen

    Im zweiten Teil ihres Vortrags informierte PD Dr. Wilsmann-Theis darüber, in welchen weiteren Bereichen der systemischen Erkrankungen MTX außerdem erfolgreich zum Einsatz kommt Hierbei handelt es sich insbesondere um Komorbiditäten, die mit der Erkrankung einhergehen.

    Bei 20 bis 30% der Psoriasis-Patienten entwickelt sich zum Beispiel im weiteren Krankheitsverlauf eine Entzündung der Gelenke, die Psoriasis-Arthritis. Hier wird MTX von den Fachgesellschaften Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis“ (GRAPPA) und „European League Against Rheumatism“ (EULAR) als First-Line Therapie bei peripherer Arthritis empfohlen 2,3.

    Patienten mit Psoriasis haben zudem ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch in diesen Indikationen zeigt MTX eine gute Effektivität : Einer Metaanalyse zufolge wirkt sich eine MTX-Therapie bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) signifikant positiv auf die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen aus  (RR, 0.72; 95% CI 0.57 to 0.91; p=0.007). Dies konnte allerdings nur für die RA gezeigt werden, für Patienten mit Psoriasis ist die Datenlage nicht so aussagekräftig: 4

    Impfen unter immunsuppressiver Therapie

    Aus aktuellem Anlass in der COVID Pandemie informierte PD Dr. Wilsmann-Theis in ihrem Vortrag über die Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) bei Patienten unter einer immunsuppressiven Therapie5. Bei den bisher in Deutschland zugelassenen mRNA- und Vektor-Impfstoffe handelt es sich um „Nicht-Lebend-Impfstoffe“ deren Einsatz in Analogie zu Totimpfstoffen unter einer MTX-Therapie erfolgen sollte.6 D.h. konkret: Unter einer laufenden metex®-Therapie kann abgewogen werden, ob das Medikament für 1 oder 2 Wochen oder ggf. länger pausiert wird oder ob trotz Medikamentengabe geimpft werden kann. „Dies ist abhängig von der Krankheitsaktivität und eine Entscheidung sollte gut überlegt, gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden“ erläuterte PD Dr. Wilsmann-Theis auf dem Kongress.

    Literatur:

    1. Reich K, Sorbe C,  Griese L. The value of subcutaneous vs. oral methotrexate: real-world data from the German psoriasis registry PsoBest. Br. J. Dermatol.2021; 184(4): 765-767.
    2. Kavanaugh A, Coates LC, van der Windt D. GRAPPA Treatment Recommendations: Updates and Methods. The Journal of rheumatology 2020. Supplement 96, S. 41–45.
    3. . Gossec L, Baraliakos X, Kerschbaumer A. EULAR recommendations for the management of psoriatic arthritis with pharmacological therapies: 2019 update. Ann Rheum Dis 2020; 79(6): 700–712
    4. Roubille C, Richer V,  Starnino T. The effects of tumour necrosis factor inhibitors, methotrexate, non-steroidal anti-inflammatory drugs and corticosteroids on cardiovascular events in rheumatoid arthritis, psoriasis and psoriatic arthritis: a systematic review and meta-analysis. Ann Rheum Dis 2015; 74(3),  480–489.
    5. Wagner N, Assmus F, Arendt G et al. Impfen bei Immundefizienz: Anwendungshinweise zu den von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen. (IV) Impfen bei Autoimmunkrankheiten, bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz, 2019; 62(4):494-515
    6. Impfungen gegen SARS-CoV-2: Aktualisierte Empfehlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Stand 12.05.2021. https://derma.de/corona/impfung-gegen-sars-cov-2

     

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