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  • Was ist eine chronische Blasenentzündung?

    Unkomplizierte Harnwegsinfektionen heilen mit der richtigen Therapie meist innerhalb weniger Tage aus. Manchmal kommt der Harnwegsinfekt aber immer wieder.

    Ärzte bewerten eine Harnwegsinfektion dann als chronisch oder wiederkehrend, wenn der Patient dreimal im Jahr beziehungsweise zweimal im Halbjahr an einer Infektion leidet. Chronische oder wiederkehrende Harnwegsinfektionen lassen sich meist gut behandeln. Um die Ursache für die immer wiederkehrende Entzündung herauszufinden, machen weiterführende Diagnosemethoden Sinn.

    Eine chronische Harnwegsinfektion zeigt sich - genau wie eine normale Harnwegsinfektion - meist durch eines oder mehrere Symptome und Beschwerden:

    • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
    • Blasenentleerung fällt schwer
    • Häufiger Harndrang, aber nur geringe Harnmengen
    •  Krämpfe der Harnblase
    • Sichtbare oder unsichtbare Blutbeimengung im Urin
    • Ausscheidung von eitrigem Harn
    • Nächtliches Wasserlassen
    •  Schmerzen über dem Schambein
    • Fieber

    Breiten sich die Keime weiter aus, kann sich aus einer Blasenentzündung eine Nierenbeckenentzündung entwickeln. Die Anzeichen sind hohes Fieber, starke Schmerzen in der Nierengegend und ein schweres Krankheitsgefühl.

    Häufige Fragen

    Chronische Harnwegsinfektionen werden meist durch Darmbakterien verursacht. Entweder dringen die Erreger neu in das Harnsystem ein, oder die vorherige Infektion konnte nicht vollständig ausheilen. In mehr als 90 Prozent der Fälle handelt es sich um eine Neuinfektion, die mit einem Abstand von mehr als zwei Wochen zur vorherigen Entzündung auftritt.

    Frauen neigen häufiger zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten als Männer. Ein wichtiger Grund ist die kürzere Harnröhre. Bei älteren Männern ist nicht selten eine vergrößerte Prostata der Grund für chronische Harnwegsinfekte.

    Weitere Risikofaktoren sind:

    • Harnsteine
    • Blasenentleerungsstörungen, z.B. aufgrund einer Prostataerkrankung oder Blasensenkung
    •  Geschlechtsverkehr
    • Schwangerschaft
    • Vernarbtes Gewebe und Ausstülpungen, z.B. in der Blase
    •  Katheter und Harnleiterschienen
    • Geschwächtes Immunsystem, z.B. nach einer Transplantation oder bei Aids
    • Unterkühlung
    • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes
    •  Tumoren

    Eine häufige Ursache für eine chronische Blasenentzündung sind Defekte in der körpereigenen Schutzschicht der Blaseninnenwand – der sogenannten GAG-Schicht. GAG steht für Glykosaminoglykane. Sobald die GAG-Schicht einmal beschädigt ist, kann die körpereigene Schutzfunktion keine schmerzhaften Reaktionen oder Entzündungen verhindern. Um diese nötige Schutzfunktion wiederherzustellen, gibt es speziell entwickelte Produkte.

    Ein wichtiger Verhaltenstipp zur Vorbeugung ist, ausreichend zu trinken und eine übertriebene Genitalhygiene und Unterkühlung zu vermeiden.

    Harnwegsinfekte sind unangenehm und schmerzhaft, aber meist harmlos. Sie können sich jedoch ausbreiten - vor allem in die Nierengegend - und zu schweren Erkrankungen führen: zum Beispiel zu einer Nierenbeckenentzündung.

    Die Diagnose wiederkehrender Harnwegsinfekte erfolgt ähnlich wie bei der akuten Erkrankung.

    Der Arzt untersucht den Urin auf Bakterien und Entzündungszeichen.

    Bei chronischen Harnwegsentzündungen oder wenn die Ursache unklar ist, sind gegebenenfalls weitere Tests sinnvoll:

    • Urinkultur: Eine Urinkultur identifiziert die verantwortlichen Erreger, damit das passende Antibiotikum für die Therapie ausgewählt wird.
    • Ultraschalluntersuchung: Eine Sonographie ist das wichtigste bildgebende Verfahren bei unklaren Harnwegsinfekten. Sie kann Veränderungen an Nieren, Harnblase und - bei Männern – der Prostata aufdecken.
    • Katheterurin und Punktionsurin: Um Verunreinigungen aus dem Genitalbereich auszuschließen, wird bei Frauen der Urin über einen Katheter abgenommen. Bei Männern, Frauen und Kindern ist es auch möglich, Urin mit einer Nadel direkt aus der Harnblase zu gewinnen.
    • Test auf Geschlechtskrankheiten: Auch sexuell übertragbare Krankheiten oder eine Scheideninfektion können eine Harnwegsinfektion hervorrufen.
    •  Strukturelle Abklärung: Die Harnwege werden durch bildgebende Verfahren auf Verengungen, Verschluss durch Fremdkörper oder Fehlbildungen hin untersucht.
    • Miktionszystourethrografie (MCU): Dabei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung beim Wasserlassen. Die Harnblase wird dazu mit Kontrastmittel gefüllt und der Fluss des Urins verfolgt. So lässt sich ein Urin-Rückfluss von der Harnblase zur Niere feststellen.

    Wenn keine strukturellen Veränderungen in den Harnwegen vorliegen oder andere Krankheiten für die chronische Harnwegsinfektion verantwortlich sind, erfolgt die Behandlung wie bei einem normalen Infekt. Es kommen Antibiotika und eventuell krampflösende und schmerzstillende Medikamente zum Einsatz.

    Besteht ein Defekt in der körpereigenen Schutzschicht der Blaseninnenwand – der sogenannten GAG-Schicht - kann dies behandelt werden. GAG steht für Glykosaminoglykane. Sobald die GAG-Schicht einmal beschädigt ist, kann die körpereigene Schutzfunktion keine schmerzhaften Reaktionen oder Entzündungen verhindern. Um diese nötige Schutzfunktion wiederherzustellen, gibt es speziell entwickelte Medizinprodukte. Die Moleküle im Produkt binden Wasser. Es bildet sich eine schützende Wasserschicht zwischen Blasenwand und Urin. Diese Schicht verhindert, dass die im Urin enthaltenen Reizstoffe und Bakterien an die Blasenwand gelangen und hier schmerzhafte Entzündungen oder andere Reaktionen hervorrufen können.

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