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  • Was ist Brustkrebs – das sogenannte Mammakarzinom?

    Von allen Tumorerkrankungen der Frau ist der Brustkrebs – das sogenannte Mammakarzinom - mit einem Anteil von etwa 32,1 Prozent am Häufigsten. Jede 8. bis 10. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Frauen neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung. Junge Frauen sind nur selten betroffen. Erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings sehr selten: Auf etwa 100 Erkrankungen bei Frauen kommt eine bei einem Mann.

    Wird der Tumor rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die meisten Erkrankungen heilbar. Die Zahl der Sterbefälle sinkt seit einigen Jahren. 83 bis 87 Prozent der Patientinnen sind fünf Jahre nach der Diagnose Brustkrebs noch am Leben.

    Das Mammakarzinom ist heute erfolgreicher behandelbar als früher – mit Therapiemethoden, die gezielter und weniger belastend sind.

    Besonders häufig treten das invasiv duktale Karzinom und das invasiv lobuläre Karzinom auf (siehe Abbildung). Beide zusammen machen etwa 85 Prozent aller Mammakarzinome aus. Knapp die Hälfte aller Tumoren befinden sich im oberen äußeren Bereich der Brust.

    (1) Lymphknoten und Lymphbahnen   (2) Brustmuskulatur   (3) Fettgewebe   (4) Arterien
    (5) Venen   (6) Drüsenlappen   (7) Mamille / Brustwarze

    Die Frau kann gegebenenfalls selbst eine knotige Verhärtung in der Brust bemerken. Seltener sind es Spannungsgefühle oder Schmerzen, die zur Diagnose eines Mammakarzinoms führen. Anzeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung sind Leistungsminderung, Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Knochenschmerzen.

    Häufige Fragen

    Heute sind verschiedene Risikofaktoren bekannt, die die Entstehung eines Mammakarzinoms begünstigen:

    • Situationen mit hormonellem Ungleichgewicht bzw. Hormontherapie
    • Rauchen
    • falsche Ernährung
    • Vererbung
    • erhöhtes Körpergewicht

    Folgende Untersuchungsmöglichkeiten stehen als gängige Verfahren zur Verfügung:

    • Mammographie
    • Ultraschall
    • Kernspinmammographie
    • Gewebeentnahme (Biopsie)

    Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust sowie die Mammographie – auch in Kombination mit einer Ultraschalluntersuchung – sind wichtige Maßnahmen bei der Früherkennung von Brustkrebs.

    Die Kernspintomographie/MRT - ein strahlenfreies Verfahren - steht ebenfalls im Rahmen der Diagnostik zur Verfügung. Radiologen können so Informationen über Lage und Größe eines Tumors gewinnen.

    Trotz Mammographie, Ultraschall oder Kernspin: Erst die Entnahme und feingewebliche (histologische) Untersuchung einer Gewebeprobe – der sogenannten Biopsie - bringt endgültige Klarheit, ob eine Veränderung in der Brust gut- oder bösartig ist.

    Welche Therapie eingesetzt wird, hängt davon ab, ob der Tumor für sein Wachstum auf Östrogene angewiesen ist, wie groß der Tumor ist und ob bereits benachbarte Lymphknoten befallen sind.

    In bestimmten Fällen kann es ratsam sein, vor einer Operation eine Chemotherapie (die sogenannte neoadjuvante Chemotherapie) einzusetzen.

    Die Chemotherapie zielt darauf ab, Krebszellen im ganzen Körper durch zellwachstumshemmende Medikamente (Zytostatika) abzutöten. Zytostatika wirken gut gegen rasch wachsende Zellen. Krebszellen haben oft die Eigenschaft, sehr schnell zu wachsen.

    Wenn die Brust erhaltend operiert wird, schließt sich eine Strahlentherapie nach dem Eingriff an.

    Einen neueren, molekularbiologischen Ansatz stellen die zielgerichteten Krebstherapien („targeted therapy“) dar.

    Ob und welche Substanzen zur Behandlung individuell für Sie in Frage kommen, wird ihr behandelnder Onkologe mit Ihnen besprechen.

    Folgende Faktoren werden bei der individuellen Therapie mit einbezogen:

    • Tumorgröße
    • Ausmaß des Lymphknotenbefalls im Bereich der Achselhöhle
    • Alter der Patientin
    • Status der Menopause (Wechseljahre)
    •  Hormonrezeptorstatus
    • Grad der veränderten Zellen (Grading)
    • HER2 (humaner epidermaler Wachstumsfaktor Rezeptor Nummer 2)
    • Blut – und Gefäßinvasion

    Zusatzinformation: Brustkrebs - Einteilung der Tumorarten und Tumorstadien

    TNM ist ein weit verbreitetes Verfahren, um Tumoren einzuteilen. pTNM steht für pathologisch gesicherte Daten, die nach der Operation vorliegen. Bei der pTNM-Klassifikation wird ein „y“ vorgestellt, wenn vor der Operation schon eine Chemotherapie stattgefunden hat. Die Klassifizierung hat den Vorteil, dass alle behandelnden Ärzte und Patienten die gleiche Information über das Stadium der Erkrankung haben. Außerdem lassen sich daraus Therapien und Prognosen ableiten.

    T für "tumor": Größe des Primärtumors (T0 bis T4)

    N für „nodes“: Anzahl der befallenen Lymphknoten (N0 bis N3)

    M für "metastasis": Angabe zum Vorhandensein von Metastasen, z.B: in Knochen, Leber, Lunge oder Gehirn

    T = Tumorgröße

    Beschreibung

    T0

    kein Tumor nachweisbar

    Tis

    Carcinoma in situ (DCIS, LCIS) – nicht invasiv

    T1mic

    kleinste Invasion (Mikroinvasion) bis 0,1 cm

    T1

    Tumor höchstens 2 cm

    T2

    Tumor größer als 2 cm und höchstens 5 cm

    T3

    Tumor größer als 5 cm

    T4

    alle Tumoren, die in die Brustwand oder Haut eingewachsen sind

     

     

    N = Befallene Lymphknoten

    Beschreibung

    N0

    Keine Anzeichen für befallene Lymphknoten

    N1

    1 bis 3 befallene Lymphknoten in der Achselhöhle

    N2

    4 bis 9 befallene Lymphknoten in der Achselhöhle

    N3

    10 oder mehr befallene Lymphknoten in der Achselhöhle bzw. dem Schlüsselbein

     

     

    M = Metastasen (Knochen, Lunge, Leber, Gehirn)

    Beschreibung

    M0

    keine Metastasen

    M1

    Metastasen vorhanden

    X = keine Angaben möglich

    Manchmal liegen Untersuchungsergebnisse noch nicht vor oder der Befund ist noch unklar. In diesem Fall wird das Kürzel X ergänzt. MX heißt, dass sich keine Aussage zu Metastasen treffen lässt.

    C1 bis C5 (c = engl. certainty)
    Mit diesem Kürzel bewerten Pathologen die Sicherheit des Befundes. C1 steht für unsicher, C5 für sehr sicher.

    R = Resttumorgewebe nach der Operation

    Das R findet man auf dem pathologischen Befund nach der Operation. Es sagt aus, ob der Tumor mit einem Mindestabstand zum gesunden Gewebe komplett entfernt wurde (mit Sicherheitsrand im Gesunden, d. h. in sano).

    R0 - kein Resttumor
    R1-2 - Resttumor mit unterschiedlichem Ausmaß (hier muss nachoperiert werden)

    V = Blutgefäß-(Venen-)einbruch
    V0 - keine Blutgefäßinvasion (keine Tumorzellen in Blutgefäßen nachweisbar)
    V1 - Blutgefäßinvasion (Tumorzellen in Blutgefäßen nachweisbar)

    L = Lymphgefäßeinbruch L0 - keine Lymphgefäßinvasion (keine Tumorzellen in Lymphgefäßen nachgewiesen) L1 - Lymphgefäßinvasion (Tumorzellen in Lymphgefäßen nachgewiesen

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