|
Sie befinden sich hier:
|
|
| Krebserkrankungen | ||||||||||||||||||||||||
| Blasenkrebs Weiterführende Informationen:
|
![]()
|
|||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||
| Epidemiologie und Hauptrisikofaktor Mit 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr steht das Harnblasenkarzinom bei den Männern auf Platz 5 der Häufigkeitsskala von Krebserkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland. Etwa 4.000 Personen sterben pro Jahr in Deutschland am Harnblasenkarzinom. Männer sind gut doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Wichtigster umweltbedingter Risikofaktor für die Entstehung des Harnblasenkarzinoms ist das Rauchen. Blasenkrebs ist nach dem Bronchialkrebs der zweithäufigste Raucherkrebs. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Erkrankungszahlen bei den Frauen zunehmen, da seit dem zweiten Weltkrieg der Anteil der Raucherinnen in der Bevölkerung stark zugenommen hat.
|
|
|||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||
| Diagnose Mehr als 90% aller Blasenkrebs-Erkrankungen gehen von der inneren Schleimhaut, dem sogenannten Urothel der Blase aus. Das Wachstum ist dabei, wie bei vielen anderen Krebsarten auch, zunächst nicht von Schmerzen begleitet. Das typische Leitsymptom, d. h. verdächtigste Symptom, das auf einen Blasenkrebs hindeutet, ist deshalb auch die sogenannte "schmerzlose Makrohämaturie", was bedeutet, dass der Patient für das bloße Auge sichtbar blutigen Urin lässt ohne dabei Schmerzen zu empfinden. Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel die sogenannte hämorrhagische Zystitis, d. h. blutende Blasenentzündung, die häufig bei jungen Frauen auftritt und mit erheblichen Beschwerden beim Wasserlassen einhergeht. Hat ein Patient blutigen Urin, so bedarf dies dringend fachärztlicher, d. h. urologischer Abklärung. Konkret bedeutet dies, dass eine Blasenspiegelung notwendig ist, bei der man den Blasentumor in der Regel mit dem bloßen Auge gut erkennen kann. Feinere und mit dem bloßen Auge schwer zu erkennende flache Veränderungen können sich heute mit einem Fluoreszenzfarbstoff, der 5-Aminolävulinsäure, anfärben lassen.
|
|
|||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||
| Einteilung Gut 70% aller Blasentumoren sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sogenannte oberflächliche Tumoren, d. h. auf die Schleimhaut und die unmittelbar darunter befindliche Lamina propria, die Bindegewebsschicht zwischen Schleimhaut und Blasenmuskulatur, beschränkt. Die übrigen sind bereits in die tiefen Schichten der Blase (Blasenmuskulatur) bzw. darüber hinaus gewachsen. Man bezeichnet sie als lokal fortgeschrittene Blasenkarzinome. Noch weiter fortgeschritten ist das Krankheitsbild, wenn bereits Metastasen aufgetreten sind. Somit kann man der einfacheren Übersicht halber das Blasenkarzinom in drei Hauptgruppen unterteilen: die oberflächlichen Karzinome, die lokal fortgeschrittenen Karzinome und die metastasierenden Karzinome. Entsprechend lässt sich auch die grobe Richtung der Therapie einteilen, nämlich in transurethrale Resektion plus adjuvante Therapie, radikale Zystektomie (Blasenentfernung) und systemische Chemotherapie. Die Einteilung der Tumorausdehnung geschieht nach dem TNM-System, wobei T für Tumor, N für Lymphknoten ("node") und M für Metastasen steht. Dabei wird die Ausdehnung des Primärtumors mit den entsprechenden Großbuchstaben plus Zusatz und das Grading mit dem Großbuchstaben "G" und den Ziffern 1 – 3 bezeichnet. Der kleine vorgesetzte Buchstabe "p" bedeutet dann, dass das Stadium vom Pathologen bestimmt wurde. Zu den oberflächlichen Blasentumoren gehören alle pTaG1–3 und pT1G1-3 Tumoren und das Carcinoma in situ.
|
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||
| Therapie Alle oberflächlichen Harnblasenkarzinome sollten mit einer einheitlichen Basistherapie, nämlich der transurethralen Resektion behandelt werden. Dabei wird in Narkose ein Endoskop durch die Harnröhre in die Blase eingeführt und dort der Tumor mit einer Elektroschlinge "abgehobelt". Das abgehobelte Gewebe wird dann zur pathologischen Untersuchung gegeben und der Pathologe bestimmt sowohl den Ausdehnungsgrad des Tumors (das Stadium) nach dem TNM-System als auch das Ausmaß der Bösartigkeit (Grading). Oberflächliche Harnblasenkarzinome haben eine hohe Rezidivneigung, d. h. in bis zu 70% aller Fälle treten nach der Operation früher oder später erneut Tumore auf. Deshalb wird heute allgemein eine sogenannte adjuvante Therapie empfohlen. Diese geschieht durch Einspülen von Medikamenten in die Blase. Nach Setzen eines Einmalkatheters wird das Medikament in die Blase instilliert. Dort kann es dann auf die Schleimhaut und die tumorgefährdeten Bezirke einwirken. |
|
|||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||
| Service Downloads
* Linksklick zum Öffnen - Rechtsklick zum Downloaden |
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||
|