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| Weitere Erkrankungen | ||||||||||||||||
| Tumorbedingter Knochenabbau Weiterführende Informationen:
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| Wie entsteht die tumorbedingte Hyperkalzämie? Hyperkalzämie zählt zu den Komplikationen, die durch Knochenmetastasen hervorgerufen werden. Der tumorbedingte Knochenabbau zerstört den Knochen und aus dem Knochengewebe wird so vermehrt und unkontrolliert Kalzium freigesetzt. Das Kalzium gelangt ins Blut und lässt den Kalziumspiegel des Blutes über das normale Maß ansteigen. Der Zustrom von Kalzium aus dem Knochen und/oder Darm ist größer als die Ausscheidung von Kalzium über die Niere. Eine Hyperkalzämie ist in 60-70 % Folge eines malignen Tumors. Dabei sind 30 % Folge eines metastasierten Bronchial-, Nierenzell-, Prostata- oder Mammakarzinoms. 50 % der Fälle haben ihre Ursache im Multiplen Myelom / Plasmozytom. Ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß an Knochenmetastasen und der Häufigkeit und Ausprägung einer Hyperkalzämie besteht nicht.
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| Welche Auswirkungen hat die Hyperkalzämie? In Abhängigkeit von Ausmaß und Dauer der Hyperkalzämie entwickelt sich unabhängig von der auslösenden Ursache ein Hyperkalzämiesyndrom. Dies ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Beschwerden. Wasserhaushalt
Magen-Darm-Trakt
Psyche / Zentrales Nervensystem
Herz
Eine milde Hyperkalzämie wird häufig als Zufallsbefund bei
Laborkontrollen entdeckt. Bei längerem Verlauf und ausgeprägten
Formen besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen hyperkalzämischen
Krise mit Entwicklung eines akuten Nierenversagens und eines Komas.
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| Wie wird die tumorbedingte Hyperkalzämie behandelt? Die Therapie der Hyperkalzämie richtet sich nach ihrer Ursache. Bei Patienten mit einer milden Hyperkalzämie und ohne Beschwerden reicht die Erhöhung der Trinkmenge von kalziumarmem Wasser aus. So wird die Kalziumausscheidung mit der gesteigerten Harnmenge gefördert. Bei einer Tumor-Hyperkalzämie ist zunächst der Tumor als Ursache mit den hierfür sinnvollen Therapiemöglichkeiten zu behandeln. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Senkung des Kalziumspiegels notwendig. Die symptomatische Behandlung der Hyperkalzämie ist individuell in Abhängigkeit von der Höhe des Kalziumspiegels und der begleitenden klinischen Symptome zu gestalten. Die Hyperkalzämie alleine bedarf keiner Therapie, allenfalls kann eine kalziumarme Diät eingehalten werden. Beim Hyperkalzämiesyndrom hingegen, das u.a. mit Übelkeit, Erbrechen, vermehrtem Durstgefühl und Harndrang, Herzrhythmusstörungen oder auch psychischen Störungen einhergehen kann, ist allerdings eine Therapie notwendig, um den Kalziumspiegel zu senken, bzw. ein weiteres Ansteigen zu vermeiden. Hierbei sollten sowohl bei der diagnostischen Abklärung als auch bei der Therapie die vielfältigen Möglichkeiten der Entstehung einer Hyperkalzämie berücksichtigt werden. Je nach individuellem Zustand des Patienten kommen neben physiologischen Kochsalzinfusionen oder harntreibenden Mitteln u.a. auch Glukokortikoide, Calzitonin sowie Bisphosphonate zum Einsatz. Glukokortikoide Calzitonin Bisphosphonate |
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