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| Weitere Erkrankungen | |||||||||||||||||||||||
| Schuppenflechte Weiterführende Informationen:
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| Krankheitsbild Die Psoriasis vulgaris (psora=griech. Krätze, Räude, -iasis = Krankheit, vulgaris = gewöhnlich) ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende und gutartige Hauterkrankung. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung wird sie auch als dermatologische Volkskrankheit angesehen. Typisch für die Psoriasis vulgaris sind runde, rot gefärbte, erhabene und teils juckende Entzündungsherde auf der Haut. Diese sind scharf begrenzt und mit charakteristischen silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt. Bei Kratzen an diesen Stellen zeigen sich die für eine Diagnosestellung bedeutsamen sog. Psoriasisphänomene. Hierzu zählt man punktförmige Blutungen, ein dünnes Häutchen auf der Basis der Läsionen und eine lammelläre Schuppung. Das Krankheitsbild reicht von einzelnen, zunächst punktförmig kleinen Entzündungsherden bis zu einem Befall der gesamten Haut. Besonders häufig sind die Streckseiten der großen Gelenke betroffen, aber auch der behaarte Kopf oder die Kreuzbeingegend. Außer der Haut sind oft auch die Nägel erkrankt. Als typische Nagelveränderungen gelten stecknadelkopfgroße Einziehungen der Nagelplatte, Nagelbettveränderungen, die zu einer gelblich-braunen Verfärbung führen, Nagelablösungen und Krümelnägel.
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| Häufigkeit - Inzidenz In Deutschland sind 2-3 % der Bevölkerung an einer Schuppenflechte erkrankt, also ca. 2 Millionen Menschen. Die Erkrankungshäufigkeit ist bei Männern und Frauen annähernd gleich und hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich verändert. Die gewöhnliche Schuppenflechte kommt am häufigsten vor und macht ca. 85 % der Erkrankungen aus. Bei jedem zweiten Patienten mit Hautpsoriasis sind gleichzeitig auch die Nägel befallen, ca. 5-10 % haben parallel einen Gelenkbefall und somit eine Arthritis psoriatica. Die Hautpsoriasis tritt grundsätzlich in jeder Altersgruppe auf, jedoch mit unterschiedlicher Häufigkeit. Ein erster Erkrankungsgipfel liegt vor dem 30. Lebensjahr. Dieser Frühtyp (Typ 1) hat eine ausgeprägte erbliche Komponente und die Patienten tragen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. An dem Frühtyp erkranken ca. 70% der Patienten. Demgegenüber hat eine Psoriasis vom Spättyp (Typ 2) eine günstigere Prognose und manifestiert sich üblicherweise erst nach dem 40. Lebensjahr.
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| Entstehung - Pathogenese Die Schuppenflechte gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen.
Die genauen Ursachen, die zu ihrer Entstehung führen, sind nicht
bekannt. Neben einer erblichen Veranlagung bedarf es jedenfalls zusätzlicher
Umweltfaktoren. Das können z. B. banale Hautverletzungen sein,
aber auch Sonnenbrände, ein Klimawechsel, Streßsituationen
oder Infektionen.
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| Diagnose Bei Vorliegen der typischen Hautveränderungen und Psoriasisphänomene ist die Diagnose einer Schuppenflechte leicht und wird in den meisten Fällen durch den Hautarzt gestellt. Auch der Hinweis auf eine Schuppenflechte in der Verwandtschaft ist wichtig.
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| Therapieziele Die Therapie einer Schuppenflechte hat das vorrangige Ziel, die vermehrte Zellteilung der hornbildenden Hautzellen zu reduzieren. Man versucht zunächst, durch symptomatische Behandlung ein Abklingen der akuten Beschwerden herbeizuführen, möchte nachfolgend das Entzündungsgeschehen kontrollieren sowie die Häufigkeit und Schwere der Krankheitsschübe verringern. Der behandelnde Arzt entscheidet darüber, welche Ziele einer Therapie für den jeweiligen Patienten erreichbar sind. Das kann im Einzelfall auch bedeuten, daß bereits eine wirksame Besserung der Schuppung oder eine Linderung des quälenden Juckreizes ein erheblicher Fortschritt ist. Besonderes Augenmerk gilt den sichtbaren Körperregionen, denn die dortigen Hautveränderungen beeinträchtigen das persönliche Erscheinungsbild und die empfundene Lebensqualität.
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| Therapiemöglichkeiten Die Ereigniskaskade der Schuppenflechte bietet heute eine Vielzahl therapeutischer Angriffspunkte:
Zunehmende therapeutische Bedeutung haben auch nicht-medikamentöse
Maßnahmen, wie der Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen oder
die Teilnahme an Patientenschulungen. Die Zusammenarbeit von Arzt und
Patient wird durch diese speziellen Schulungen effektiver, z. B. durch
eine verbesserte Rückmeldung von Behandlungserfolgen oder auch
behandlungsbedingten Komplikationen. Schulungen bei der Medikamenteneinnahme
helfen darüber hinaus, Fehlanwendungen zu vermeiden, geben mehr
Sicherheit und stärken die Eigenverantwortung.
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