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Krebserkrankungen

Bauchspeicheldrüsenkrebs

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Über Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bösartige Neubildungen der Bauchspeicheldrüse sind mit Anteilen von 4,8 % (West) bzw. 4,6 % (Ost) bei Männern und 5,3 % (West) bzw. 4,9 % (Ost) bei Frauen die fünf bzw. sechsthäufigste Krebstodesursache in Deutschland. In Westdeutschland stieg die Sterblichkeit seit den 50er Jahren für beide Geschlechter sehr stark an und stagniert seit Ende der 80er Jahre auf vergleichsweise hohem Niveau.

In den USA und Japan bewegt sich die Sterblichkeit auf zu Deutschland vergleichbarem Niveau. Die altersstandardisierten Sterberaten sind in den USA 7,6 (Männer) und 5,3 (Frauen) sowie in Japan 8,4 (Männer) und 4,8 (Frauen).

Tumoren der Bauchspeicheldrüse sind kaum therapierbar und weisen daher sehr ungünstige relative Fünfjahresüberlebensraten auf: für Männer 5,4 % (West) bzw. 2,7 % (Ost) sowie für Frauen 3,1 % (West) bzw. 3,0 % (Ost). Entsprechend bewegen sich die Werte der Neuerkrankungsraten in einer zur Sterblichkeit vergleichbaren Größenordnung. Die geschätzte Inzidenz beträgt 4700 Fälle (Männer) und 5600 Fälle (Frauen) pro Jahr. In der Altersverteilung liegt der Häufigkeitsgipfel zwischen 50-60 Jahre für beide Geschlechter gleich.

Als eindeutiger Risikofaktor für Tumoren des Pankreas wurde Zigarettenrauchen nachgewiesen. Darüber hinaus wurden wiederholt Zusammenhänge mit Ernährungsfaktoren sowie einer Vorerkrankung an Diabetes gefunden.

 

 

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Rauchen

In einer ganzen Reihe epidemiologischer Studien konnte der Nachweis für eine kausale Beziehung zwischen Zigarettenkonsum und Pankreaskrebs nachgewiesen werden. Das Risiko ist bei einem Zigarettenkonsum von 20 und mehr Zigaretten in der Größenordnung von um das Zweifache erhöht. 30 - 50 % aller Fälle bei Männern sowie 15 - 20 % der Erkrankungsfälle bei Frauen sind dem Rauchen zuzuschreiben.

 

 

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Chemische Exposition

Es wurde nach längerer, intensiver DDT- und Ethylenexposition ein ca. 7fach höheres Erkrankungsrisiko nachgewiesen. Auch b -Naphtyamin gilt als gesicherter Risikofaktor für die Genese des Pankreaskarzinoms.

 

 

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Ernährung

Neben dem Faktor Rauchen mehren sich die Hinweise darauf, dass auch hier die bei den zuvor beschriebenen Krebsarten angesprochenen Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen. Autoren berichten von 12 epidemiologischen Studien über Ernährungsgewohnheiten, von denen in 10 ein protektiver Effekt von Früchten und Gemüse gefunden wurde. Das in den Arbeiten errechnete durchschnittliche relative Risiko ergab für einen geringen Konsum von Früchten und Gemüse eine fast dreifache Risikoerhöhung. Eine vom Internationalen Krebsforschungszentrum koordinierte und in fünf Ländern multizentrisch durchgeführte Studie lieferte Hinweise auf protektive Effekte eines hohen Konsums speziell an faserreicher Kost, Betakarotinen und Vitamin C. Als Risiko steigernd wurde eine höhere Aufnahme von Cholesterin und Kohlenhydraten gefunden. Ein erhöhter Alkohol- und Kaffeekonsum konnte nicht als Risikofaktor bestätigt werden.

 

 

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