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Krebserkrankungen

Magenkrebs

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  Über Magenkrebs
  Ernährung
  Berufliche Expositionen
  Rauchen und Alkohol

 

 


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Über Magenkrebs

Trotz eines anhaltenden Rückganges der Sterblichkeit gehört Magenkrebs mit einem Anteil von 6,8 % im Westen und 8,5 % im Osten (Männer) bzw. 5,8 % im Westen und 7,5 % im Osten (Frauen) zu den häufigen Krebstodesursachen in Deutschland. Die Mortalität nimmt für beide Landesteile und beide Geschlechter über die gesamte Beobachtungsperiode weiterhin stark ab.

Die Unterschiede in der Mortalität an Magenkrebs sind weltweit erheblich. So gehört Japan zu den Ländern mit der höchsten Raten von 34,1 (Männer) und 15,0 (Frauen), während in den USA die Sterblichkeit bereits auf 5,2 (Männer) bzw. 2,4 (Frauen) gesunken ist.

Die Neuerkrankungsraten liegen etwas über den Sterblichkeitsraten und betragen für Männer 16,8 im Westen und 20,0 im Osten sowie für Frauen 7,7 im Westen und 10,0 im Osten. Beide Register melden übereinstimmend eine sinkende Inzidenz für beide Geschlechter. Die geschätzte Inzidenz beträgt 30-35 / 100 000 pro Jahr. Der Altersgipfel dieser Erkrankung liegt deutlich oberhalb von 60 Jahren.

Der weltweit zu beobachtende dramatische Rückgang der Magenkrebsinzidenz ist nicht ein Ergebnis erfolgreicher medizinischer Maßnahmen, so dass verschiedentlich von einem "ungeplanten Triumph" gesprochen wurde. Bei der Erforschung der Ursachen für Magenkrebs und auch des Rückganges seiner Häufigkeit erwiesen sich die Ernährungsgewohnheiten als bedeutender Risikofaktor. Daneben ist die Beteiligung einer Infektion mit Helicobacter pylori erwiesen, sowie eine Risikoerhöhung bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen des Magens. Berufliche Expositionen, Rauchen und Alkoholkonsum haben möglicherweise einen gewissen Einfluss auf die Magenkrebsentstehung.

 

 

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Ernährung

Eine Übersichtsarbeit nennt allein 28 Studien, die den Zusammenhang zwischen Magenkrebs und Ernährungsgewohnheiten untersucht haben. Praktisch alle Arbeiten kommen zu dem Ergebnis, dass ein häufiger Konsum von Früchten und Gemüse protektiv gegen die Entstehung von Magenkrebs wirkt. Gemittelt über alle diese Untersuchungen ergibt sich für einen niedrigen Konsum an diesen Nahrungsmitteln eine 2,5-fache Risikoerhöhung, wobei dieses Ergebnis allerdings nicht statistisch gesichert ist. Eine Reihe von Studien lassen erkennen, dass Konservierungsmethoden, die insbesondere in vergangenen Zeiten vorherrschend waren, einen Risikofaktor für Magenkrebs darstellen. Es handelt sich dabei in erster Linie um das Salzen, Pökeln oder Räuchern von Fisch und Fleischprodukten. Damit korrespondierend ist der wiederholt beobachtete Zusammenhang zu verstehen, dass in den Haushalten mit Magenkrebsfälle erst relativ spät Kühlschränke angeschafft wurden.

Zusammengenommen lassen sich diese Befunde dahingehend interpretieren, dass im Rahmen eines steigenden Lebensstandards mit der zunehmenden Verfügbarkeit von frischen Früchten und Gemüse, zusammen mit einer Umstellung der Konservierungstechniken auf Frischhaltung durch Kühlung, eine Änderung des Lebensstiles stattgefunden hat, die faktisch präventiv gegen Magenkrebs wirkt und zu dem beobachteten starken Rückgang der Magenkrebssterblichkeit geführt hat. Heutzutage sind praktisch alle Haushalte in Deutschland mit Kühlschränken versorgt. Der Risikofaktor Nicht-Verfügbarkeit eines Kühlschrankes verweist also auf Lebensabschnitte der zumeist älteren Magenkrebspatienten, die Jahrzehnte zurückliegen, und impliziert, dass bei Magenkrebs auch Lebensumstände, die in frühester Jugend vorgeherrscht haben, nach 40 bis 60 Jahren noch Einfluss auf das Magenkrebsrisiko nehmen.

 

 

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Berufliche Expositionen

In einer Reihe von Studien wurden Zusammenhänge zwischen Berufen bzw. beruflichen Expositionen und Magenkrebs gefunden. Erhöhte Risiken zeigten sich bei Asbestexposition in der Schiffsbauindustrie, z.T. auch im Kohlebergbau, in der Landwirtschaft und bei der Metallverarbeitung. Die dabei beobachteten Risikoerhöhungen waren jedoch stets klein und deuten darauf hin, dass berufliche Faktoren keinen großen Einfluss auf das Magenkrebsrisiko haben.

 

 

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Rauchen und Alkohol

Einige epidemiologische Arbeiten haben eine Risikoerhöhung unter Rauchern gefunden. Die Ergebnisse hinsichtlich einer möglichen Beteiligung eines hohen Alkoholkonsums sind inkonsistent.

 

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