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Krebserkrankungen

Darmkrebs

Weiterführende Informationen:

  Über Darmkrebs
  Ernährung
  Berufliche Expositionen
  Physische Aktivität
  Die Therapie des Darmkrebses
  Zytostatika in der Darmkrebstherapie
  Nebenwirkungen

 


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Über Darmkrebs

Das kolorektale Karzinom ist eines der häufigsten Krebserkrankungen in den Ländern der westlichen Welt. Nach dem Brustkrebs ist es das zweithäufigste Krebsleiden der Frau und nach dem Lungen- und Prostatakarzinom ist es das dritthäufigste Krebsleiden des Mannes. Werden die beiden Geschlechter zusammen betrachtet, ist es die häufigste Krebserkrankung.

Die Erkrankung wird selten vor dem 40. Lebensjahr diagnostiziert und weniger als 10% der Patienten sind zu dem Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre. Das Risiko am Darmkrebs zu erkranken steigt aber ab dem 40. Lebensjahr steil an, das mittlere Erkrankungsalter für Darmkrebs liegt bei 67 Jahren für Männer und 72 Jahren für Frauen.

An Darmkrebs erkranken etwa 70 und an einem Mastdarmkrebs etwa 50 Menschen pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland neu. Männer sind jeweils etwas häufiger betroffen als Frauen. Insgesamt werden etwa 57.000 Neuerkrankungen beim Darm/Mastdarmkrebs (kolorektales Karzinom) pro Jahr in Deutschland gezählt. Das Lebenszeitrisiko für die Entwicklung dieser Krebsart liegt für die Allgemeinbevölkerung bei 6%. Die Mortalitätsrate des kolorektalen Karzinoms liegt für Männer bei 32 und bei Frauen bei 21 auf 100.000 Einwohner. Insgesamt sterben in Deutschland etwa 29.000 Menschen pro Jahr an einem kolorektalen Karzinom.
Eine Vielzahl von Studien weisen sehr stark auf die Rolle von Umweltfaktoren für die Entstehung des kolorektalen Karzinoms hin. Neben familiären und vererbbaren Faktoren und einer individuellen Empfänglichkeit wird den Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle zugesprochen.

 

 

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Ernährung

Ein deutlicher positiver Effekt ist mit einem häufigen Konsum von Früchten und Gemüse verbunden. Ein hoher Fettkonsum wird als Risikofaktor angesehen. Bei differenzierter Betrachtung zeigte sich jedoch in erster Linie eine deutliche Beziehung zum Konsum von tierischem Fett. Darüber hinaus (oder möglicherweise damit in Zusammenhang stehend) wurde der häufige Konsum von Fleisch als Risikofaktor identifiziert. Auch hier ergab eine differenzierte Auswertung Unterschiede hinsichtlich verschiedener Fleischsorten: Sogenanntes "rotes Fleisch" (Rind, Schwein, Lamm) war mit ansteigenden Risikoerhöhungen bei zunehmender Verzehrshäufigkeit assoziiert, während bei sogenanntem "weißem Fleisch" (Geflügel) sowie Fisch eine Risikoverminderung mit wachsendem Konsum beobachtet wurde.
Bei tierischen Produkten stellt sich weiterhin die Frage der richtigen Zubereitung. Es ist bekannt, dass bei dem Garen von Fleisch und Fleischprodukten ab bestimmten Temperaturen karzinogene aromatische Amine entstehen.
Die Hypothese, dass eine faserreiche Kost das Darmkrebsrisiko reduziere, wurde durch neuere, methodisch bessere Untersuchungen in Frage gestellt. Ein schützender (protektiver) Effekt eines hohen Faseranteils konnte per se nicht nachgewiesen werden. Zusammenhänge dieser Art, wie sie aus Studien wiederholt berichtet wurden, werden heute eher auf den Anteil von protektiven Vitaminen und Mineralstoffen in den betreffenden Lebensmitteln zurückgeführt.

 

 

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Berufliche Expositionen:

Berufliche Einflüsse werden ebenfalls als mögliche Risikofaktoren in Betracht gezogen. So wurde 1992 ein erhöhtes Risiko unter Berufskraftfahrern beobachtet. Derzeit ist unklar, ob der Befund einer Exposition gegenüber Auto- bzw. Dieselabgasen zuzuschreiben ist oder auf andere Faktoren, beispielsweise die sitzende Tätigkeit, zurückgeführt werden muss.

 

 

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Physische Aktivität

In Berufen mit einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit wurde in mehreren Studien ein erhöhtes Darmkrebsrisiko beobachtet, während in Berufen, die mit körperlicher Bewegung verbunden sind, bzw. bei Personen, die sich allgemein mehr bewegen, das Erkrankungsrisiko niedriger lag. Teilweise lässt sich ein steigendes Erkrankungsrisiko mit zunehmender Dauer einer sitzenden Tätigkeit nachweisen.

 

 

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Die Therapie des Darmkrebses

Wurde die Diagnose Darmkrebs gestellt, so wird Ihr Arzt mit Ihnen ausführlich über den Befund sprechen. Lassen Sie sich die vorgesehenen Behandlungsschritte genau erläutern, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie ruhig nach. In jedem Einzelfall werden alle an der Behandlung beteiligten Ärzte mit Ihnen gemeinsam die für Sie am besten geeignete Behandlungsstrategie festsetzen.

Die Operation
Unabhängig vom Krankheitsstadium wird der Tumor zumeist operiert. Mit der Operation wird versucht, den Tumor und die ihn umgebenden Lymphknoten möglichst vollständig zu entfernen. Dies ist besonders in frühen Stadien gut möglich und erhöht die Chance auf eine vollständige Heilung. Auch bei fortgeschrittenem Darmkrebs wird der Tumor meistens operiert. Die Operation soll daher ein Fortschreiten der Krankheit verzögern und Beschwerden lindern.


Die Strahlentherapie
Die Strahlen- oder Radiotherapie wird nur bei Mastdarmkrebs in einem frühen Stadium eingesetzt. Man verwendet sie um einen Tumor vor der Operation zu verkleinern, die Heilungschancen nach der Operation zu erhöhen, oder die Beschwerden zu lindern. Eine Strahlentherapie wird in der Regel nicht alleine durchgeführt, sondern mit der Chemotherapie kombiniert. Dieses bezeichnet man als Radiochemotherapie.


Die Chemotherapie
Konnte der Tumor trotz der Operation nicht vollständig entfernt werden oder besteht der Verdacht, dass sich an anderen Stellen im Körper noch Tumorzellen befinden, wird in der Regel eine Chemotherapie durchgeführt. Alternativ wird eine Chemotherapie häufig schon vor der Operation eingesetzt, um einen Tumor oder die entsprechenden Metastasen vorab zu verkleinern. Eine Chemotherapie kann verschiedene Behandlungsziele haben: Sowohl bei Dickdarm- als auch beim Mastdarmkrebs kann in bestimmten Situationen auch nach kompletter Entfernung des Tumors eine zusätzliche unterstützende Chemo- oder Radiochemotherapie (bei Mastdarmtumoren) angezeigt sein (adjuvante Therapie). Es gilt inzwischen als sicher, dass diese Form der Behandlung das Rückfallrisiko der Erkrankung deutlich senkt. In fortgeschrittenen Stadien wird eine Chemotherapie durchgeführt, um das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern (palliative Chemotherapie). Hierbei werden verschiedene Substanzen eingesetzt, sie zum Teil auch kombiniert verabreichen werden.

 

 

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Zytostatika in der Darmkrebstherapie

Die Medikamente, die in der Chemotherapie verwendet werden, heißen Zytostatika. Dem Arzt steht heute eine Vielzahl verschiedener Zytostatika zur Verfügung. Er kann sie miteinander kombinieren und so ihre Wirkung steigern. Zytostatika greifen alle sich teilenden Zellen an. Besonders gut wirken sie bei Zellen, die sich sehr schnell teilen, wie beispielsweise Tumorzellen. Die Zytostatika bremsen somit das Wachstum des Tumors. Darüber hinaus gelangen sie über den Blutkreislauf in den gesamten Körper und erreichen so auch die Krebszellen in den Metastasen.

 

 

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Nebenwirkungen

Die Chemotherapie ist, wie die Strahlentherapie, deshalb so erfolgreich, weil die verabreichten Medikamente, also die Zytostatika, Krebszellen eher angreifen als normale Gewebezellen. Es handelt sich dabei um Zellgifte, die vor allem auf sich teilende Zellen wirken. Da Tumorzellen sich oft ständig vermehren, werden vor allem diese geschädigt. Aber auch normales Gewebe, das sich relativ oft erneuert, wird in Mitleidenschaft gezogen. Hier ist beispielsweise die Darmschleimhaut zu nennen. Stirbt sie ab, geht gleichzeitig eine wichtige Schutzschicht verloren, weshalb es vermehrt zu Darmentzündungen und Durchfällen kommt. Schäden an der Magenschleimhaut bewirken Übelkeit und Erbrechen. Durch die Zerstörung der Haarwurzel kommt es zum Haarausfall. Die Chemotherapie ist in den letzten Jahren stark weiterentwickelt worden. Viele Nebenwirkungen lassen sich mittlerweile gut abschätzen und auch sehr gut behandeln. Wichtig ist: Die Begleiterscheinungen einer Chemotherapie verschwinden fast immer wieder, wenn keine Zytostatika mehr verabreicht werden.

 

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