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Weitere Erkrankungen

Diabetisches Fußsyndrom

Behandlungsmöglichkeiten peripherer arterieller Durchblutungsstörungen
(auch periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder Schaufensterkrankheit genannt)

Durchblutungsstörungen sind in 40 – 50 % der Fälle an der Entstehung eines Diabetischen Fußsyndroms beteiligt – entweder als alleinige Ursache oder zusammen mit einer Nervenschädigung. Im Folgenden werden die Behandlungsmöglichkeiten von peripheren Durchblutungsstörungen (pAVK) aufgeführt.

 

Konservative Methoden (Nichtinvasive Maßnahmen )

Der Patient kann selbst durch Änderung seines Lebensstils die Risikofaktoren, die zu einer pAVK führen können, verringern: z.B. durch die Umstellung auf gesunde Ernährung, mehr Bewegung oder mit dem Rauchen aufhören.

Ebenfalls zur konservativen Therapie gehören die optimale Blutzuckereinstellung und der Einsatz von Thrombozytenaggregationshemmern (wie z.B. Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel). Die letztgenannten Medikamente verhindern das Entstehen neuer Blutgerinnsel (Thromben).

 

Fibrinolyse

Blutgerinnsel enthalten das Eiweiß Fibrin und werden normalerweise zur Abdichtung von Gefäßverletzungen gebildet, sie können aber auch Gefäße einengen oder sogar ganz verschließen und dadurch den Blutstrom zum Erliegen bringen. Die Blutgerinnsel können mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst werden. Diesen Vorgang nennt man Fibrinolyse oder Thrombolyse.

 

Nichtchirurgische Verfahren

Angioplastie
Mit Hilfe von Kathetern (z.B. Ballonkatheter) werden verengte oder verschlossene Blutgefäße ohne chirurgischen Eingriff wieder geweitet. Durch einen kleinen Einschnitt in der Arterie wird ein Katheter eingeführt, bis an den Ort der Einengung oder des Verschlusses vorgeschoben und dort aufgeblasen. Oft wird für diesen Eingriff auch die Abkürzung PTA verwendet (=perkutane, transluminale Angioplastie). Perkutan: durch die Haut; transluminal: entlang des Gefäßinneren.

Mittels Angioplastie kann auch ein Stent eingeführt werden. Ein Stent ist eine röhrenförmige Gefäßstütze aus Metall oder Kunststoff, die nach Aufdehnung des Blutgefäßes zur Verhinderung eines neuen Verschlusses eingesetzt wird. Mit Hilfe eines Katheters wird der Stent an die zu behandelnde Stelle gebracht.

 

Gefäßchirurgische Eingriffe

Bypass
Bypass bedeutet übersetzt Umgehung. Ein Bypass wird während einer Operation angelegt, um ein verengtes oder verschlossenes Blutgefäß zu überbrücken. Als Material verwendet man dafür entweder ein natürliches eigenes Gefäß des Patienten (z.B. Vene) oder eine Gefäßprothese aus Kunststoff. Am bekanntesten ist die Bypass-Operation am Herzen. Grundsätzlich können jedoch in verschiedenen Regionen des Körpers Bypässe angelegt werden. So werden schwere arterielle Durchblutungsstörungen an den Beinen mit Hilfe von Bypässen behandelt.

 


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