Mundtrockenheit

Was ist Mundtrockenheit - die sogenannte Xerostomie?

Veränderungen der Mundschleimhaut sind unangenehme Begleiterscheinungen einer Vielzahl von Krankheitsbildern. Sie kann sowohl durch die Erkrankung selbst also auch durch deren Behandlung auftreten. Mundtrockenheit ist als Nebenwirkung von über 400 Medikamenten bekannt - sie ist auch eine Folge der Strahlentherapie, Chemotherapie, Autoimmunerkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen. Auch ältere Menschen können von Mundtrockenheit betroffen sein. Der Grund dafür liegt meistens darin, dass sie zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen.

Die Veränderung der Mundschleimhaut hat zahlreiche Folgen für den Patienten und beeinträchtigt die Lebensqualität:

  • Zunge brennt und schmerzt
  • Nahrungsaufnahme schmerzt
  • Geschmackssinn ist beeinträchtigt
  • Schluckstörungen
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Besiedlung der Mundhöhle mit Krankheitserregern
  • Entzündungen, Kariesbefall, Zahnverlust durch erhöhte Keimbesiedelung

Die Beschwerden mindern nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch weitere Komplikationen verursachen:

Akute Entzündungen und Geschwürbildungen der Mundschleimhaut (orale Mukositis) und eine Infektionskrankheit durch Pilze (Soor) sind häufige Begleiterscheinungen der Mundtrockenheit.

Die Schmerzen bei der Nahrungsaufnahme können zu einer Mangelernährung führen und diese bedingt in der Regel eine allgemeine Verschlechterung des Gesundheitszustandes.

Welche Ursachen und Risiken gibt es für die Entstehung von Mundtrockenheit?

Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Mundtrockenheit hervorrufen können. Dabei ist entweder die Speichelmenge infolge einer Unterfunktion der Speicheldrüsen vermindert oder die Speichelzusammensetzung verändert.

Der menschliche Speichel wird in den Speicheldrüsen produziert. Alle Speicheldrüsen zusammen produzieren täglich bei einem gesunden Menschen etwa 1,5 Liter Speichel.

Strahlentherapie von Kopf und Hals

Bei einer Bestrahlung im Kopf-Halsbereich können gesunde Zellen geschädigt werden. Eine vorübergehende Störung oder bleibende Schädigung der Speicheldrüsen kann die Folge sein.

Chemotherapie

Die Gabe einer Chemotherapie im Rahmen einer Tumorbehandlung kann die Schleimhäute, insbesondere die Mundschleimhaut, schädigen. Erkrankungen der Mundhöhle können Folgen sein.

Autoimmunerkrankungen

Zahlreiche Autoimmunerkrankungen verursachen Mundtrockenheit. Nach der rheumatoiden Arthritis ist das Sjögren-Syndrom die am häufigsten auftretende rheumatische Erkrankung. Bei dieser Erkrankung wird die Tätigkeit der Tränen-, Speichel- und Schleimdrüsen herabgesetzt.

Stoffwechselerkrankungen

Bei Erkrankungen des Stoffwechselsystems (z. B. Diabetes mellitus), kann es durch die Störung des autonomen Nervensystems zu Mundtrockenheit kommen.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Etwa 400 Medikamente haben als Nebenwirkung die Mundtrockenheit. Dazu gehören Diuretika, Antidepressiva, Analgetika (z. B. Morphin). Im Allgemeinen verbessert sich diese Form der Mundtrockenheit, sobald die Medikamente abgesetzt wurden.

Mangelhafte Flüssigkeitszufuhr

Besonders im Alter empfinden Menschen ein verringertes Durstgefühl und trinken oftmals zu wenig. Auch im Alter ist es besonders wichtig, ausreichend Wasser zu trinken - etwa 3 Liter täglich.

Welche Rolle spielt die Lebensweise für Mundtrockenheit?

Auch die Lebensweise kann erheblichen Einfluss auf einen trockenen Mund haben. Alkohol, Rauchen oder etwa viel Flüssigkeitsverlust durch Sport können zu Mundtrockenheit führen.

Wie wird die Diagnostik bei Mundtrockenheit durchgeführt?

Für die Diagnosestellung befragt der Arzt den Betroffenen nach der täglichen Flüssigkeitsaufnahme und Nahrung. Bestimmte rink- und Ernährungsgewohnheiten können für einen trockenen Mund sorgen.

Die aussagekräftigste Methode zu Diagnose ist die Messung der Speichelfließrate. Dabei kann der Arzt feststellen, wie viel Speichel der Untersuchte pro Minute bildet. Er misst dazu die Ruhespeichelfließrate und die stimulierte Speichelsekretion. Um die Speichelproduktion anzuregen, kaut der Betroffene für die Untersuchung zum Beispiel zuckerfreies Kaugummi. Auch die Sekretion einzelner Drüsen kann der Arzt messen.

Eine körperliche Untersuchung ist ebenfalls notwendig, um bei Mundtrockenheit die Diagnose zu stellen. Dabei prüft der Arzt, wie Mundschleimhaut und Speicheldrüsen beschaffen sind und sucht nach Auffälligkeiten in der Mundhöhle. Zudem untersucht er auch die Augen und die Nasenregion und tastet die Lymphknoten ab.

Je nach vermuteter Ursache der Mundtrockenheit können weitere Untersuchungen notwendig sein. Dazu gehören beispielsweise die Bestimmung der Zusammensetzung des Speichels, seines pH-Werts, ein Erregerabstrich aus der Mundhöhle, eine Röntgenuntersuchung oder eine Darstellung der Speichelgänge mit Kontrastmittel.

Wie wird Mundtrockenheit behandelt?

Wenn der selbst produzierte Speichel nicht ausreicht, um den Mund längere Zeit feucht zu halten, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Viel Wasser und Kräuter- oder Früchtetee trinken
  • Ausspülen des Mundes mit Wasser Kräuter- oder Früchtetee
  • Eiswürfel aus z.B. Ananassaft langsam im Mund zergehen lassen

Diese Methoden verschaffen meist nur kurzzeitig Linderung.

Längere Wirkung entfalten Speichelersatzmittel, insbesondere diejenigen auf Basis natürlicher Wirkstoffe:

Saliva natura wirkt durch die enthaltenen Extrakte der wertvollen Heilpflanze Yerba santa - „heiliges Kraut“ und besitzt Eigenschaften, die dem menschlichen Speichel ähneln:

  • Es bildet einen Schutz- und Gleitfilm auf der
    Mundschleimhaut.                                              
  • Es erleichtert dadurch Funktionen wie Kauen, Schlucken und Sprechen.
  • Die Heilpflanze hat wasserspeichernde Eigenschaften und verlängert so die Wirkdauer.
  • Es verbessert den Schutz der Mundschleimhaut
    vor Krankheitserregern, Folgeerkrankungen können minimiert werden.