Hand-Fuß-Syndrom

Was ist ein Hand-Fuß-Syndrom?

Viele Krebserkrankungen können wirksam mit einer Chemotherapie behandelt werden. Bei bestimmten Arten der Chemotherapie können allerdings Nebenwirkungen an Händen und Füßen auftreten: das so genannte Hand-Fuß-Syndrom.

In vielen Fällen zeigen sich die ersten Symptome bereits kurz nach der ersten Behandlung, bei einigen Patienten erst im Verlauf der Chemotherapie.

Das Hand-Fuß-Syndrom tritt meist an den Handinnenflächen und Fußsohlen auf. Häufig sind Kribbeln und gerötete Handkanten ein erstes Zeichen für ein entstehendes Hand-Fuß-Syndrom.

Die häufigsten Symptome:

  • Kribbeln
  • Schwellungen
  • starke, schmerzhafte Rötungen
  • Taubheitsgefühl
  • Hautschuppung
  • offene Wunden

Im schlimmsten Fall muss die Chemotherapie aufgrund des Hand-Fuß-Syndroms abgebrochen oder verschoben werden.

Welche Ursachen und Risiken gibt es für die Entstehung von einem Hand-Fuß-Syndrom?

Lange Zeit waren die Zusammenhänge unbekannt, die zum Hand-Fuß-Syndrom führen. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Teile des Chemotherapeutikums an der Entstehung beteiligt sind:

1. Nach der Verabreichung des Chemotherapeutikums treten mit dem Schweiß Teile der Substanz an der Hautoberfläche wieder aus.

2. Durch den Kontakt mit Sauerstoff aus der Luft entstehen die so genannten freien Radikale, die Zellen schädigen können.

3. Da an Handinnenflächen und Fußsohlen die Hornhaut besonders dick ist, dringt die Substanz hier sofort in die Hornschicht ein und sammelt sich wie in einem Schwamm. Deshalb ist in diesen Bereichen die Hautschädigung am stärksten.

4. Das natürliche Schutzsystem der Haut reicht nicht aus, um die freien Radikale abzufangen, die nun in der Haut aktiv werden. Daher kommt es zu einer Schädigung der Gewebezellen.

Was sind freie Radikale?

Freie Radikale sind besonders aktive chemische Moleküle, die Zellen bzw. Zellbestandteile schädigen können.

Bei der Chemotherapie werden die zellschädigenden Eigenschaften der freien Radikale ganz gezielt genutzt, um die Krebszellen anzugreifen: Sie schädigen die Krebszellen und verhindern so deren Vermehrung.

Im alltäglichen Leben entstehen freie Radikale z.B. durch UV-Licht oder Ozonstrahlung auf der Haut. 

Ihre Gegenspieler sind Antioxidantien, die so genannten „Freie-Radikale-Fänger“: Sie können diesen chemischen Prozess stoppen, indem sie selbst mit den freien Radikalen reagieren.

Zusätzlich zu den beschriebenen Prozessen sind äußere Faktoren auch ein Risikofaktor für die Entstehung des Hand-Fuß-Syndroms. Im nächsten Abschnitt zur Lebensweise sind diese Faktoren detailliert aufgeführt.

Welche Rolle spielt die Lebensweise bei einem Hand-Fuß-Syndrom?

Auch wenn das Hand-Fuß-Syndrom durch Veränderungen im Hautgewebe entsteht: Äußere Faktoren können das Auftreten dieses Syndroms ebenfalls begünstigen. In einem gewissen Maß kann der Krebspatient einem Hand-Fuß-Syndrom vorbeugen, indem er während und zwischen den Chemotherapie-Zyklen die Haut schont und den Kontakt mit bestimmten Materialien vermeidet.

Die richtige Kleidung:

  • Auf eng anliegende Kleidung, einschnürende Socken, lose oder zu eng sitzende Schuhe verzichten.
  • Kleidung aus rauen Stoffen vermeiden.
  • Nach Möglichkeit keine Ringe oder Gürtel tragen.
  • Bequeme Schuhe und Kleidung tragen.

Im Haushalt:

Kontakt mit Haushaltsreinigern, Spülmitteln und Waschmitteln vermeiden. Wenn sich der Kontakt nicht vermeiden lässt, möglichst Gummihandschuhe tragen.

  • Kontakt mit heißem Wasser oder heißem Dampf vermeiden.
  • Drehverschlüsse auf Gläsern und Flaschen nicht mit bloßen Händen öffnen.

In der Freizeit:

Betätigungen, bei denen eine hohe mechanische Belastung für die Hände entsteht vermeiden, z.B. Geige oder Klavier spielen, Bogenschießen, Bowlen etc.

  • Sportarten, bei denen es zu starker Schweißbildung kommt, sollten während und zwischen den Chemotherapie-Zyklen nicht ausgeübt werden.
  • Sauna oder Dampfbad sowie Sonnenbäder vermeiden.

Die richtige Hautpflege:

  • Auf lange, heiße Vollbäder verzichten.
  • Pflegepräparate vermeiden, die ätherische Öle enthalten oder stark parfümiert sind.

Wie wird die Diagnostik beim Hand-Fuß-Syndrom durchgeführt?

Treten beim Krebspatienten während der Chemotherapie Beschwerden an Händen und Füßen auf, sollte er sich umgehend an seinen behandelnden Arzt wenden.

Die Ausprägung des Hand-Fuß-Syndroms kann sehr unterschiedlich sein. Je nach Schwere wird das Hand-Fuß-Syndrom in 3 Grade eingeteilt:

I. Grad:

Schmerzlose Rötungen, leichtes Taubheitsgefühl und Kribbeln; keine Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten

II. Grad:

Starke, schmerzhafte Rötungen und Schwellungen; Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten

III. Grad:

Feuchte Schuppung der Haut, Entzündungen, Blasen, offene Wunden; starke Schmerzen, erhebliche Beeinträchtigung

Wie wird ein Hand-Fuß-Syndrom behandelt?

Es gibt derzeit nur eine medizinisch wirksame Salbe, die gezielt zur Behandlung des Hand-Fuß-Syndroms entwickelt wurde. Diese Salbe wirkt dem Hand-Fuß-Syndrom durch die Kombination aus einem Schutzfilm und hoch aktiven Antioxidantien entgegen.

Damit kann sich der Chemotherapie-Patient vor dem Hand-Fuß-Syndrom schützen. Am besten und effektivsten wirkt die Salbe durch vorbeugende Anwendung, aber auch dann, wenn das Hand-Fuß-Syndrom in leichter Form bereits aufgetreten ist.

Die Hautschutz-Komponente bildet auf der Hautoberfläche einen undurchdringlichen Schutzfilm und verhindert so das Eindringen der hautschädigenden freien Radikalen. Diese entstehen, wenn Teile des Chemotherapeutikums mit dem Schweiß an die Hautoberfläche gelangen und mit Sauerstoff in Kontakt kommen.

Die Salbe enthält besonders viele, hoch aktive Antioxidantien. Das antioxidative Potenzial ist 60-mal stärker ist als das der gesunden Haut. Das haben Tests ergeben, die den sogenannten Radical Protection Faktor –kurz RPF - messen.

Dadurch können die freien Radikale aus dem Chemotherapeutikum neutralisiert und so eine Schädigung des Hautgewebes verhindert werden.

 

Die Anwendung der Salbe

Damit die Salbe optimal wirken kann, ist eine intensive und regelmäßige Anwendung besonders wichtig.

Links zum Thema Hand-Fuß-Syndrom


www.mapisal.de