| Gliolan
medac hat am 07. September 2007 die zentrale Zulassung für Gliolan 30
mg/ml bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA erhalten.
Bei Gliolan handelt es sich um eine Eigenentwicklung der medac in enger
Zusammenarbeit mit vielen deutschen neurochirurgischen Zentren. Das
Präparat wird eingesetzt bei der Fluoreszenz-gestützten Resektion von
hirneigenen Tumoren (WHO Grad III und IV).
Eine Durchstechflasche enthält 1,5 g
5-Amino-4-oxopentansäure-hydrochlorid (5-ALA HCl) als Pulver zur
Herstellung einer Lösung zum Einnehmen.
Gliolan sollte nur von erfahrenen Neurochirurgen angewendet werden, die
mit der Operation maligner Gliome vertraut sind, über umfassende
Fachkenntnisse in funktioneller Hirnanatomie verfügen und die eine
Fortbildung zur fluoreszenzgestützten Operation absolviert haben
(Informationen zu dieser Fortbildung können angefragt werden über gliolan@medac.de).
Die empfohlene Dosierung beträgt 20 mg 5-ALA HCl pro Kilogramm
Körpergewicht. Die Lösung sollte dem Patienten drei Stunden
(Zeitspanne: 2 - 4 Stunden) vor Einleitung der Anästhesie oral
verabreicht werden.
Nach der Anwendung von 5-ALA zeigt das Gewebe von malignen Gliomen
(WHO-Grad III und IV, z. B. multiformes Glioblastom, Gliosarkom oder
anaplastisches Astrozytom) eine Synthese und Anhäufung von Porphyrinen,
vor allem von Protoporphyrin IX (PPIX). Nach Stimulierung mit blauem
Licht (λ=400- 410 nm) fluoresziert PPIX stark (Höchstwert bei λ=635 nm),
was durch geeignete Anpassung eines neurochirurgischen
Standardmikroskops sichtbar gemacht werden kann. Die
Fluoreszenz-Emission kann als intensive (deutliche) rote Fluoreszenz
(entspricht vitalem, solidem Tumorgewebe) und undeutliche rosa
Fluoreszenz (entspricht infiltrierenden Tumorzellen) klassifiziert
werden, während normales Gewebe, das keine erhöhten PPIX-Konzentrationen
aufweist, das blau-violette Licht reflektiert und blau erscheint.
ATC-Code: L01XD04
Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen gerne an Frau Stefanie Tille,
E-Mail: s.tille@medac.de Telefon: (04103) 8006-637
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