Sie befinden sich hier:  Fachkreisinformationen Therapeutik Rheumatologie Präparate Sulfasalazin medac
Fachbereich Rheumatologie - Präparate

Sulfasalazin medac Tabletten (500 mg Sulfasalazin)

Wirkstoff

Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Sulfasalazin.
Eine magensaftresistente Filmtablette enthält 500 mg Sulfasalazin.

 

Wirkmechanismus

Der genaue Wirkmechanismus von Sulfasalazin ist nicht bekannt. Es beeinflusst die Produktion von Immunglobulinen (Antikörper, Abwehrstoffe des Immunsystems).

Darüber hinaus findet eine Hemmung der Prostanoid-Synthese und eine Inaktivierung proinflammatorischer Substanzen aus aktivierten Phagozyten statt. Außerdem bewirkt Sulfasalazin eine Immunmodulation durch Reduktion aktivierter zirkulierender Lymphozyten und eine Reduktion von Zytokinen (IL-1a, IL-1 ß, IL-6, TNFa).

 

Pharmakokinetik

Nach oraler Einnahme wird Sulfasalazin zu etwa 20 % im Dünndarm resorbiert. Die höchste Serumkonzentration ist nach 3-6 Stunden erreicht. Die durchschnittliche Halbwertszeit nach einer Einzeldosis beträgt 5,7 Stunden, nach wiederholter Einnahme 7,6 Stunden. Die Eiweißbindung beträgt mehr als 95 %.
Ein kleinerer Teil der resorbierten Substanz wird mit dem Urin ausgeschieden, der Rest gelangt über die Galle zurück in den Dünndarm (enterohepatischer Kreislauf).
Der größte Teil der verabreichten Sulfasalazin-Dosis erreicht den Dickdarm und wird durch Darmbakterien in seine Metabolite Sulfapyridin und 5-Aminosalicylsäure gespalten.
Sulfapyridin wird resorbiert, teilweise azetyliert, hydroxiliert und glucuronidiert. Sulfapyridin wird dann zum größten Teil mit dem Urin ausgeschieden.
Nach 3 Tagen ist im Serum kein Sulfapyridin mehr nachzuweisen.
Der resorbierte Teil der 5-Aminosalicylsäure wird rasch mit dem Urin ausgeschieden, hauptsächlich als Acetyl-5-Aminosalicylsäure. Ein größerer Teil wird über die Fäzes ausgeschieden.

 

Darreichungsform

Applikationsform PZN Apo-Vk Größe
100 Tabl. Rheumabox 3440975 € 26,89* N2
300 Tabl. Rheumabox 3440981 € 57,77* N3
       
*zuzahlungsbefreit

 

Anwendungsgebiete

Behandlung der aktiven rheumatoiden Arthritis des Erwachsenen. Aktive juvenile idiopathische Oligoarthritis bei Patienten ab 6 Jahren, die nicht ausreichend auf nicht-steroidale Antiphlogistika und/oder lokale Glucocorticoid-Injektionen angesprochen haben. Aktive juvenile idiopathische Polyarthritis und Spondyloarthropathie mit peripherer Arthritis bei Patienten ab 6 Jahren, die nicht ausreichend auf nicht-steroidale Antiphlogistika angesprochen haben.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollte Sulfasalazin medac täglich eingenommen werden, intial in kleinen Dosen, und stufenweise auf die optimale Dosis erhöht werden.

Woche 1 2 3 41)
Morgens   1 Tablette (500 mg Sulfasalazin) 1 Tablette (500 mg Sulfasalazin) 2 Tabletten (1000 mg Sulfasalazin)
Abends 1 Tablette (500 mg Sulfasalazin) 1 Tablette (500 mg Sulfasalazin) 2 Tabletten (1000 mg Sulfasalazin) 2 Tabletten (1000 mg Sulfasalazin)
1) und jede darauffolgende Woche

Bei Patienten, die nach 3 Monaten nicht zufriedenstellend auf die Therapie mit 2 x 2 Tabletten täglich ansprechen, kann die Dosis auf 3 x 2 Tabletten erhöht werden. Dosierungen über 4000 mg Sulfasalazin sollten nicht überschritten werden.
Erfahrungsgemäß setzt die klinische Wirksamkeit innerhalb von 1-3 Monaten ein. Eine zusätzliche Therapie mit Schmerzmitteln oder entzündungshemmenden Arzneimitteln wird zumindest bis zum Wirkungseintritt von Sulfasalazin medac empfohlen.
Die Therapie sowie zusätzliche Behandlungen erfolgen unter medizinischer Aufsicht. Im Allgemeinen wird Sulfasalazin zur Langzeittherapie eingesetzt. Bei zufriedenstellender Wirksamkeit und Verträglichkeit kann es über Jahre eingenommen werden.
Die Tabletten sollten mindestens 1 Stunde vor einer Mahlzeit mit viel Flüssigkeit eingenommen und ganz geschluckt werden.

 


Rheumatologie Startseite
Präparate Rheumatologie

Fachinformation
Sicherheitsdatenblatt
Druckversion
  produziert von:
  SCHATZ netzseitenmacher