Sie befinden sich hier:  Fachkreisinformationen Therapeutik Onkologie Präparate Temomedac

Fachbereich Onkologie - Präparate

Temomedac®

 

Wirkstoff

Anwendungsgebiete

Wirkungsmechanismus

Pharmakokinetik

Wirkstärken

Therapieschemata

Kontakt

 

 

Wirkstoff

Temomedac®  = Temozolomid

Weitere Bestandteile:

Kapselinhalt: Lactose, Poly(O-carboxymethyl)stärke Typ A, Natriumsalz, Hochdisperses Siliciumdioxid, Weinsäure, Stearinsäure
Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171)
Aufdruck: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Propylenglycol

 

Anwendungsgebiete

Temomedac®-Hartkapseln sind angezeigt zur Behandlung von:

  • erwachsenen Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme begleitend zur Radiotherapie (RT) und anschließend als Monotherapie.

  • Kindern ab 3 Jahren, Jugendlichen und erwachsenen Patienten mit einem nach Standardtherapie rezidivierenden oder progredienten malignen Gliom, z.B. Glioblastomamultiforme, oder anaplastischen Astrozytom.

 

Wirkungsmechanismus

Bei Temozolomid handelt es sich um ein Triazen, das bei einem physiologischen pH-Wert chemisch rasch zum aktiven Metaboliten 3-Methyl-(triazen-1-yl)imidazol-4-carboxamid (MTIC) hydrolysiert wird.

MTIC hydrolysiert spontan zu 5-Amino-imidazol-4-carboxamid (AIC), einem bekannten Zwischenprodukt in der Purin- und Nukleinsäurebiosynthese, und zu Methylhydrazin, von dem angenommen wird, dass es sich um eine aktive alkylierende Substanz handelt.

Die Zytotoxizität von MTIC wird hauptsächlich auf die Alkylierung an der O-6-Position von Guanin mit zusätzlicher Alkylierung an der N-7-Position zurückgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass bei später auftretenden zytotoxischen Läsionen eine aberrante Reparatur des Methyladdukts eine Rolle spielt.

    Temozolomid MTIC AIC Methylhydrazin


Abb: Hydrolytischer Abbau des Temozolomids zum reaktiven Methylhydrazin

 

Pharmakokinetik

Nach oraler Anwendung bei erwachsenen Patienten wird TMZ schnell resorbiert und erreicht bereits 20 Minuten nach Applikation der Dosis Maximalkonzentrationen (die mittleren Zeiten betragen zwischen 0,5 und 1,5 Stunden). Nach oraler Applikation von 14C-markiertem TMZ betrug die mittlere fäkale Exkretion von 14C über 7 Tage 0,8 % der verabreichten Dosis, was auf eine vollständige Resorption hinweist.

TMZ weist eine niedrige Eiweißbindung auf (10–20 %), daher wird eine Wechselwirkung mit Stoffen, die eine starke Eiweißbindung eingehen, nicht erwartet.

Temozolomid passiert schnell die Blut‑Hirn­Schranke und liegt in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF) vor. Die Penetration in die CSF wurde bei einem Patienten bestätigt; Die CSF-Exposition, basierend auf der AUC von TMZ, war annähernd 30 % der Plasmakonzentration, was den Daten bei Tierversuchen entspricht.

 

Wirkstärken

Temomedac® 5mg Hartkapsel (20ST)     PZN: 5880649
Temomedac® 20mg Hartkapsel (20ST)     PZN: 5880655
Temomedac® 100mg Hartkapsel (5ST)     PZN: 5880661
Temomedac® 100mg Hartkapsel (20ST)     PZN: 5880678
Temomedac® 140mg Hartkapsel (5ST)     PZN: 5880684
Temomedac® 180mg Hartkapsel (5ST)     PZN: 5880690
Temomedac® 250mg Hartkapsel (5ST)     PZN: 5880709

Braunglasflasche mit kindergesichertem Schraubdeckel aus weißem Polypropylen mit Induktionsversiegelung aus Polyethylen, die 5 oder 20 Kapseln enthalten.

Bei sachgemäßer Lagerung sind Temomedac®-Hartkapseln 2 Jahre haltbar.

 

Therapieschemata

Therapie des neu diagnostizierten Glioblastoms

 

Therapie des rezidivierenden oder progredienten malignen Glioms,
z.B.
Glioblastomamultiforme, oder anaplastischen Astrozytom.

 

Kontakt

Für weitere Fragen steht Ihnen Herr Dr. Malzan unter

Tel.: 04103 8006-313 oder unter

E-Mail: a.malzan@medac.de

gern zur Verfügung.

 



Onkologie Startseite
Präparate Onkologie
Fachinformationen
Sicherheitsdatenblatt
Berechnung Gesamtdosis nach KOF
Berechnung Kapselanzahl nach Dosis / KOF

Druckversion

  produziert von:
  SCHATZ netzseitenmacher