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Fachbereich Onkologie - Präparate

Rescuvolin®

Wirkstoff

Calciumfolinat

 

Wirkmechanismus

Folinsäure stellt eine aktive Form der Folsäure dar, die aufgrund ihrer chemischen Stabilität für therapeutische Zwecke geeignet ist. Nach Reduktion steht sie als Lieferant für C1-Bausteine zur Verfügung. Da in der zytostatischen Therapie mit Methotrexat intrazellulär das Enzym Dihydrofolatreduktase kompetitiv gehemmt und der Transportweg für natürliche Folate durch die Zellmembran blockiert ist, kann unter Umgehung des Enzyms durch reduzierte Folate die Einkohlenstoff-Übertragung wieder einsetzen und die Zelle gerettet werden.

Wirkung bei der Thymidylat-Synthese: Mittels einer Verstärkung der Hemmung der Thymidilat-Synthetase kann die gleichzeitige Gabe von Calciumfolinat und 5-Fluorouracil zu einer Wirkungsverstärkung von 5-Fluorouracil führen (5-FU Basisdokumentation).

 

Pharmakokinetik

Die inaktive isomere Form D-5-Formyltetrahyrofolsäure wird nahezu vollständig unverändert über die Nieren ausgeschieden. Die aktive isomere Form L-5-Formyltetrahydrofolsäure wird z. T. unverändert über die Nieren ausgeschieden. Der überwiegende Anteil wird jedoch zu Folsäure metabolisiert. Die Eliminationshalbwertzeit beträgt für die aktive L-Form 32-35 Minuten, für die inaktive D-Form 352-485 Minuten (terminale Halbwertzeit der Muttersubstanz ca. 2 Stunden).

 

Darreichungsform

Rescuvolin® 50 mg Injektionslösung

OP mit 1 Durchstechflasche

 

Rescuvolin® 100 mg Injektionslösung

OP mit 1 Durchstechflasche
OP mit 5 Durchstechflaschen

 

Rescuvolin® 200 mg Injektionslösung

OP mit 1 Durchstechflasche

 

Rescuvolin® 300 mg Injektionslösung

OP mit 1 Durchstechflasche

 

Rescuvolin® 500 mg Injektionslösung

OP mit 1 Durchstechflasche
OP mit 5 Durchstechflaschen

 

Rescuvolin® 900 mg Injektionslösung

OP mit 1 Durchstechflasche
OP mit 5 Durchstechflaschen

 

Bekannte physikalische und chemische Unverträglichkeiten

Wegen chemischer Inkompatibilitäten sollen Calciumfolinat-Lösungen nicht mit hydrogencarbonathaltigen Infusionen gemischt werden. Bei Mischungen mit konzentrierten 5-Fluorouracil-Lösungen besteht die Gefahr der Präzipitatbildung.

 

Anwendungsgebiete

In Kombination mit 5-Fluorouracil in der zytotoxischen Therapie

  • bei fortgeschrittenem oder metastasiertem kolorektalem Karzinom

  • als adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms Stadium III (T1-4 N1-2) nach vorausgegangener kurativer Resektion des Primärtumors

Zum "Calciumfolinat-Rescue" bei einer Methotrexat-Therapie

 

Kontakt

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Dr. Ursula Hespeling gerne zur Verfügung.

Telefon: 04103 8006-491
E-Mail: u.hespeling@medac.de

 



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