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| Fachbereich Onkologie - Präparate | |||||||||||
Navirel®
Wirkstoff Vinorelbin (als Tartrat) 10 mg/ml
Anwendungsgebiete Navirel® ist angezeigt: als Monotherapie zur Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms (Stadium
IV) bei Rezidiv oder bei Nicht-Ansprechen auf eine Anthracyclin- oder
Taxan-haltige Chemotherapie
Wirkungsmechanismus Vinorelbin ist eine antineoplastische Substanz aus der Gruppe der Vinka-Alkaloide. Auf molekularer Ebene wirkt Vinorelbin auf das Tubulin-Mikrotubulussystem der Zelle. Vinorelbin verhindert die Polymerisation von Tubulin, wobei es sich vorzugsweise an mitotische Mikrotubuli anlagert. Axonale Mikrotubuli werden nur bei hohen Wirkstoffkonzentrationen beeinflusst. Die durch Vinorelbin induzierte Spiralisierung von Tubulin ist geringer ausgeprägt als bei Vincristin. Vinorelbin führt zu einer Blockierung der Mitose in der G2/M-Phase, wobei es in der Interphase oder der darauffolgenden Mitosephase zum Zelltod kommt. Vinorelbin unterscheidet sich von den anderen Vertretern der Vinka-Alkaloide durch einen strukturell veränderten Catharantin-Anteil im Molekül.
Pharmakokinetische Eigenschaften Nach intravenöser Bolusinjektion oder Infusion beim Patienten wird Vinorelbin aus dem Blut triexponentiell eliminiert. Darauf folgt eine langsame Eliminationsphase mit einer langen terminalen Halbwertszeit von mehr als 40 Stunden. Die Gesamt-Clearance von Vinorelbin ist hoch (0,97 - 1,26 I/h/kg). Der Wirkstoff zeigt eine beträchtliche Gewebeverteilung. Hierbei reicht das Verteilungsvolumen von 25,4 bis 40,1 l/kg. Vinorelbin reichert sich im Lungengewebe an. In einer Untersuchung an bioptisch gewonnenem Material war die Konzentration im Lungengewebe 300 mal höher als im Serum. Die Bindung an Plasmaproteine ist schwach (13,5 %). Allerdings bindet Vinorelbin stark an Thrombozyten (78 %). Es hat sich gezeigt, dass intravenös verabreichte Vinorelbin bis zu Dosen von 45 mg/m² eine lineare Pharmakokinetik aufweist. Vinorelbin wird vorwiegend durch CYP3A4, eine Isoform vom Cytochrom P450, metabolisiert. Alle Metaboliten wurden identifiziert und mit Ausnahme von 4-O-deacetylvinorelvon, dem Hauptmetaboliten im Blut, sind alle inaktiv. Die renale Elimination ist gering. (<20 % der Dosis). Geringe Konzentrationen von Deacetylvinorelbin wurden beim Menschen nachgewiesen, doch im Allgemeinen wird Vinorelbin unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Die biliäre Ausscheidung stellt sowohl für die Metaboliten als auch für unverändertes Vinorelbin den vorherrschenden Eliminationsweg dar.
Elimination bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion Die Auswirkung von Nierenfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Vinorelbin wurden nicht untersucht. Aufgrund der geringen renalen Ausscheidung ist jedoch die Notwendigkeit einer Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz nicht gegeben. Bei Patienten mit Lebermetastasen kam es erst bei einem Befall von über 75% zu einer Veränderung der durchschnittlichen Clearance von Vinorelbin. Bei 6 Patienten mit mäßiger hepatischer Dysfunktion (Bilirubin £ 2 x UNL und Aminotransferase £ 5 x UNL), die mit bis zu 25 mg/m2 behandelt wurden und bei 8 Patienten mit schwerer hepatischer Dysfunktion (Bilirubin > 2 x UNL und/oder Aminotransferasen > 5 x UNL), die bis zu 20 mg/m2 erhielten, entsprach die mittlere Gesamtclearance derjenigen von Patienten mit normaler Leberfunktion. Diese Daten können allerdings für Patienten mit reduzierter Eliminationskapazität der Leber nicht repräsentativ sein. Daher ist bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion Vorsicht geboten und eine sorgfältige Überwachung der hämatologischen Parameter erforderlich.
Darreichungsform Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung / klare, farblose bis hellgelbe Lösung Vinorelbin (als Tartrat) 10 mg/ml Navirel® 10 mg Jede Durchstechflasche mit 1 ml Konzentrat enthält 10 mg Vinorelbin
(als Tartrat) Navirel® 50 mg Jede Durchstechflasche mit 5 ml Konzentrat enthält 50 mg Vinorelbin
(als Tartrat)
Kontakt Für weitere Fragen stehen Ihnen Herr Dr. Beyer unter bzw. Herr Dr. Pietsch unter gern zur Verfügung.
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