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| Fachbereich Onkologie - Präparate | |||||||||
Adrimedac®2 mg/ml Infusionslösung Wirkstoff Doxorubicinhydrochlorid
Adrimedac® 2 mg/ml Infusionslösung Wirkstoff Doxorubicinhydrochlorid
Anwendungsgebiete Adrimedac® 2 mg/ml Infusionslösung ist zur Therapie folgender Erkrankungen zugelassen: Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Mammakarzinom, rezidivierendes Ovarialkarzinom, systemische Therapie lokal fortgeschrittener oder metastasierter Harnblasenkarzinome, intravesikale Rezidivprophylaxe beim oberflächlichen Harnblasenkarzinom nach transurethraler Resektion, neoadjuvante u. adjuvante Therapie des Osteosarkoms, fortgeschrittenes Weichteilsarkom bei Erwachsenen, Ewing-Sarkom, Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphome, akute lymphatische Leukämie, akute myeloblastische Leukämie, fortgeschrittenes Multiples Myelom, fortgeschrittenes oder rezidivierendes Endometriumkarzinom, Wilms-Tumor, fortgeschrittenes papilläres / follikuläres Schilddrüsenkarzinom, anaplastisches Schilddrüsenkarzinom, fortgeschrittenes Neuroblastom.
Wirkungsmechanismus Adrimedac® 2 mg/ml Infusionslösung wirkt über mehrere Mechanismen: Interkalation zwischen die Basen der DNA, Hemmung der Topoisomerasen-I und -II durch Stabilisierung von DNA-Topoisomerase Komplexen („cleavage complexes“), Inhibition der Helicase, Hemmung der DNA und RNA Biosynthese, Bildung freier Sauerstoffradikale.
Pharmakokinetik Nach intravenöser Infusion wird das Doxorubicin in Adrimedac® 2 mg/ml Infusionslösung rasch aus dem Blut eliminiert und in die Gewebe, darunter Lunge, Leber, Herz, Milz, Lymphknoten, Knochenmark und Niere, verteilt. Die Substanz ist nicht liquorgängig, passiert jedoch die Plazenta und tritt in die Muttermilch über. Im Tumorgewebe finden sich geringe, aber anhaltende Doxorubicin-Konzentrationen. Doxorubicin hat ein Verteilungsvolumen V d von 25 Liter und eine Proteinbindung von 60-70%. Nach intravenöser Applikation wird Adrimedac® 2 mg/ml Infusionslösung triphasisch aus dem Blut eliminiert, wobei die mittleren Halbwertszeiten 12 Minuten, 3,3 Stunden sowie etwa 30 Stunden betragen. Die Metabolisierung von Doxorubicin erfolgt hauptsächlich in der Leber. Der wichtigste und am häufigsten vorkommende Metabolit ist das ebenfalls zytostatisch wirksame Doxorubicinol. Weitere Metabolite, die bei einem erheblichen Anteil der Patienten gefunden werden, sind 7-Desoxydoxorubicin-Aglykon und 7-Desoxydoxorubicinol-Aglykon. Generell bestehen jedoch erhebliche interindividuelle Unterschiede bei der Biotransformation. Etwa 40-50% einer applizierten Dosis werden innerhalb von 7 Tagen biliär eliminiert. Davon entspricht ungefähr 50% der unveränderten Muttersubstanz. Lediglich 5% einer applizierten Dosis werden innerhalb von 5 Tagen renal über den Urin ausgeschieden. Der Hauptmetabolit, Doxorubicinol, wird sowohl über die Galle als auch über den Urin ausgeschieden. Die Clearance ist anscheinend nicht dosisabhängig, bei Männern allerdings höher als bei Frauen. In einer Studie an adipösen Patienten (> 130% des Idealgewichtes) war die Doxorubicin-Clearance im Vergleich zum Kontroll-Kollektiv reduziert und die Halbwertszeit erhöht. Daher könnten bei adipösen Patienten Dosisanpassungen erforderlich sein. Eine eingeschränkte Leberfunktion resultiert in einer verlangsamten Elimination und in einer dadurch bedingten Steigerung der Retention und Kumulation im Plasma und in den Geweben. Daher wird eine Dosisreduktion generell empfohlen, obwohl kein eindeutiger Zusammenhang zwischen den Leberwerten, der Doxorubicin-Clearance und der klinischen Doxorubicin-Toxizität besteht. Doxorubicin und seine Metaboliten werden nur in geringem Umfang mit dem Urin eliminiert. Daher gibt es keine eindeutigen Hinweise auf eine Änderung der Pharmakokinetik oder Toxizität bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Trotz der untergeordneten Bedeutung der renalen Ausscheidung von Doxorubicin und seinen Metaboliten, könnte eine schwere Niereninsuffizienz die Gesamtelimination der Substanz beeinflussen und eine Dosisreduktion notwendig machen.
Dosierungen Soweit nicht anders verordnet, gelten die folgenden Therapieempfehlungen: Monochemotherapie: Polychemotherapie:
Intravesikale Behandlung des oberflächlichen Harnblasenkarzinoms und Rezidivprophylaxe:
Darreichungsformen
Kontakt Für weitere Fragen steht Ihnen Herr Dr. Lenz unter Tel.: 04103 8006-8163 oder unter E-Mail: j.lenz@medac.de gern zur Verfügung.
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