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Fachbereich Onkologie - Präparate

5-FU

Wirkstoff

Fluorouracil aus der Substanzgruppe der Pyrimidinanaloga

 

Anwendungsgebiete

  • fortgeschrittenes kolorektales Karzinom

  • fortgeschrittenes Magenkarzinom

  • fortgeschrittenes Pankreaskarzinom

  • fortgeschrittenes und/oder metastasiertes Mammakarzinom

 

Wirkungsmechanismus

Intrazellulär wird Fluorouracil ebenso wie Uracil in das Desoxymonophosphat umgewandelt. Durch den Einbau in die DNA wird die Apoptose induziert. Weiterhin konkurriert FdUMP mit dUMP um die Thymidilat-Synthetase, blockiert diese und damit die DNA-Synthese. Außerdem weiß man von Fluorouracil, dass es wie Uracil in die RNA eingebaut wird. Die gebildete F-RNA stört die Synthese von ribosomaler RNA. Diese Eigenschaft wird als zusätzlicher Mechanismus der Antitumor-Aktivität betrachtet.

 

Hinweis zum DPD-Mangel

Bei Patienten mit Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD)-Mangel ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt des Abbaus von 5-Fluorouracil gestört. Bei diesen Patienten verursachen übliche Fluorouracil-Dosen verstärkte, zum Teil lebensbedrohliche unerwünschte Wirkungen. Eine häufige Ursache für eine reduzierte oder fehlende Aktivität der Dihydropyrimidindehydrogenase ist eine Punktmutation im DPD-Gen, die zur Deletion des Exon 14 (Exon-14-Skipping) führt. Der Anteil in der Bevölkerung von heterozygoten Trägern dieser DPD-Mutation wird mit einer Häufigkeit von ca. 1% angegeben. Etwa 25% der schweren unerwünschten Wirkungen von 5-Fluorouracil werden auf das Vorliegen dieser Mutation zurückgeführt (Raida et al. 2001, van Kuilenburg et al. 1999). Zur Vermeidung schwerer unerwünschter Wirkungen, die auf das Vorliegen dieser Mutation zurückzuführen sind, wird eine prätherapeutische Testung auf diese Mutation empfohlen (Raida et al. 2001). Patienten mit DPD-Mangel sollten nicht oder erst nach Kenntnis ihrer individuellen 5-Fluorouracil-Pharmakokinetik mit 5-Fluorouracil behandelt werden.

Treten unter der Behandlung mit 5-Fluorouracil schwere unerwünschte Wirkungen auf, kann ebenfalls eine Kontrolle der DPD-Aktivität angezeigt sein.

 

Pharmakokinetik

Nach intravenöser Applikation von 5-Fluorouracil (5-FU) beträgt die (monophasische) Eliminationshalbwertszeit 10-20 Minuten und ist dosisabhängig; über eine biphasische Halbwertszeit von 8 bzw. 40 Minuten wurde berichtet. 3 Stunden nach Applikation sind 5-FU-Plasmaspiegel nicht mehr messbar. Die Verteilung entspricht der gesamten Körperflüssigkeit. 5-Fluorouracil penetriert die Blut-Liquor-Schranke.

Ca. 85 % der applizierten Dosis werden metabolisiert. Aktive Metaboliten sind das intrazellulär gebildete 5-Fluorouridintriphosphat (FUTP) und 5-Fluorodesoxyuridinmonophosphat (FdUMP). Neben den aktiven Metaboliten wird 5-FU hauptsächlich in der Leber zu inaktiven Metaboliten (Hauptmetaboliten: 5-Fluorouridin, 5-Fluorodesoxyuridin) umgewandelt und zu Uracil katabolisiert, Kohlendioxid, Harnstoff und andere Metabolite entstehen ebenfalls.

15 % der applizierten Menge werden innerhalb von 6 Stunden unverändert renal ausgeschieden, davon ca. 90 % innerhalb der ersten Stunde.

 

Darreichungsform

1 ml Injektionslösung enthält 50 mg Fluorouracil

5-FU medac 500 mg

1 OP zu 10 ml [N1]
10 x 1 OP zu 10 ml (Anstaltspackung)

 

5-FU medac 1000 mg

1 OP zu 20 ml [N1]
10 x 1 OP zu 20 ml (Anstaltspackung)

 

5-FU medac 5000

1 OP zu 100 ml [N1]
5 x 1 OP zu 100 ml [N1]
5 x 1 OP zu 100 ml (Anstaltspackung)

 

5-FU medac 50 mg/ml 10.000mg

· 1 OP zu 200 ml [N1]
· 5 x 1 OP zu 200 ml [N1]
· 5 x 1 OP zu 200 ml (Anstaltspackung)

 

Kontakt

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Dr. Ursula Hespeling gerne zur Verfügung.

Telefon: 04103 8006-491
E-Mail: u.hespeling@medac.de

 



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