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| Fachbereich Onkologie - Indikationen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Pankreaskarzinom Weiterführende Informationen:
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| Ätiologische Faktoren Die Ätiologie des Pankreaskarzinoms ist weitgehend ungeklärt. Risikofaktoren werden insbesondere durch epidemiologische Studien identifiziert. Chronische Pankreatitis Diabetes mellitus Nikotin (Passivrauchen) Ernährung Berufliche Exposition Hereditäre Faktoren Alkohol
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Symptome Die frühen Stadien der Erkrankung weisen keine typischen Symptome auf. Schmerzen führen am häufigsten zur Konsultation eines Arztes. Typische klinische Befunde neben den Schmerzen sind protrahierter Gewichts- und Appetitverlust sowie der Verschlussikterus bei Pankreaskopfkarzinomen. Ein Leistungsknick, Stuhlveränderungen und Erbrechen sind ebenfalls charakteristisch. Patienten mit Pankreaskarzinom haben ein erhöhtes Risiko im Hinblick auf die Enstehung venöser Thrombosen sowie Thrombophlebitiden.
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Lokalisation und Histologie Etwa 70% der Pankreaskarzinome sind im Pankreaskopf lokalisiert, 20% im Korpus und 10% im Pankreasschwanz. Etwa 95% der Pankreastumore haben ihren Ursprung im endokrinen Anteil, 90% davon sind duktale Adenokarzinome. Von diesen duktalen Adenokarzinomen sind mehr als 70% im Pankreaskopf lokalisiert. Nur 2% der Pankreastumoren sind benigne. Eine Sonderstellung nehmen die seltenen zystischen Adenokarzinome ein. Meist sind diese Tumoren bei der Diagnosestellung auf das Pankreas beschränkt, und 50% aller Patienten können allein durch operative Maßnahmen geheilt werden. Weitere seltene Malignome des exokrinen Pankreas sind Adenokarzinome azinärer Zellen und vorwiegend bei jungen Frauen der papilläre zystische Tumor. In 70-75% der Fälle ist der Tumor im Bereich des Pankreaskopfes, in 20% im Korpus und in 5-10% im Schwanzbereich lokalisiert.
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Histologische Klassifikation
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| Stellung der Chemotherapie: Das Pankreaskarzinom ist eines der bösartigsten Karzinome mit der schlechtesten Prognose unter allen gastrointestinalen Karzinomen. Mehr als 80% der neu diagnostizierten Erkrankungen sind bereits fortgeschritten und nicht mehr operabel. Ungefähr 50% der Patienten haben bereits Metastasen, bevorzugt in Leber, Lymphknoten und/oder Lunge. Hier steht allein die palliative Chemotherapie zur Verfügung. Das Pankreaskarzinom gilt als ein nicht bzw. nur marginal chemotherapiesensibler Tumor. Die in der Literatur in älteren Studien angegebenen Remissionsraten liegen für Substanzen wie Mitomycin C, Cisplatin, Ifosfamid und Anthrazykline zwischen 10 und 20%. Dies gilt auch für 5-Fluorouracil, das in der Monotherapie am häufigsten eingesetzt worden ist.
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Neoadjuvante Chemotherapie Eine präoperative Chemotherapie bei lokalisiertem, potentiell resektablem Pankreaskarzinom ist aufgrund der geringen Remissionsraten mit den derzeit verfügbaren Substanzen nicht indiziert.
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Adjuvante Chemotherapie Der einzig kurative Ansatz in der Therapie des Pankreaskarzinoms war bisher die chirurgische Resektion. Der Stellenwert einer adjuvanten Chemotherapie nach vollständiger Tumorresektion war bisher eine der zentralen offenen Fragen im Therapiekonzept dieses Karzinoms. Es war nicht geklärt, ob der frühzeitige Einsatz einer wirksamen Chemotherapie im Zustand der makroskopischen Tumorfreiheit zu Überlebensvorteilen gegenüber einer späteren palliativen Therapie führt. In einer randomisierten Phase-III-Studie konnte gezeigt werden, dass Patienten nach Resektion eines Pankreaskarzinoms unter einer Gemcitabin-Monotherapie länger progressionsfrei überleben. In dieser Studie lag die rezidivfreie Zeit in der Kontrollgruppe (Nachbeobachtung) im Bereich der Literaturdaten, während es unter Gemcitabin fast zu einer Verdopplung der krankheitsfreien Überlebenszeit kam. Besonders günstig war die adjuvante Chemotherapie bei R1-resezierten Patienten, die eine schlechte Prognose hatten: 14,5 Monate unter Gemcitabin vs. 5,5 Monate im Kontrollarm. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie wird die adjuvante Therapie mit Gemcitabin aller Voraussicht nach Standard in der Behandlung des resektablen Pankreaskarzinoms und in die Leitlinien aufgenommen werden.
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Palliative Chemotherapie Die Erstlinientherapie mit Gemcitabin gilt als Standard bei der Behandlung
des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms. Eine Verbesserung der Therapieergebnisse
erhofft man sich durch die Kombination von Gemcitabin mit weiteren aktiven
Substanzen gegen das Pankreaskarzinom. Leider konnte bisher keine randomisierte
Phase-III-Studie Vorteile einer Kombinationstherapie zeigen. Die Gemcitabin-Monotherapie
bleibt weiterhin der Standard in der Erstlinientherapie des Pankreaskarzinoms.
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| Therapieschemata ausgewählter Therapien
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| 5-Fluorouracilmonotherapie |
5-Fluorouracil 600 mg/m2 i. v. wöchentliche Wiederholung ;
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| Gemcitabin-Monotherapie |
Gemcitabin 1000 mg/m2 i. v. Wiederholung Tag 29
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| Gemcitabin/Mitomycin
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Mitomycin 8 mg/m2
i. v. Gemcitabin 800 mg/m2 i. v. Wiederholung Tag 29
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| Oxaliplatin/Folinsäure/5-FU
(OFF) |
5-FU 2000 mg/m2
i. v. Folinsäure 200 mg/m2 i. v. Oxaliplatin 85 mg/m2 i. v. Wiederholung Tag 43
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Präparate/Kontakt medac verfügt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Therapie des Pankreaskarzinoms. Mit 5-FU medac 50 mg/ml und Mitomycin medac stehen Medikamente zur Therapie zur Verfügung, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit allgemein akzeptiert sind und die sich durch langjährige Erfahrungen auszeichnen. In verschiedenen klinischen Studien wurden und werden neue Kombinationen und Applikationsmodi speziell für eine Therapieoptimierung beim Pankreaskarzinom untersucht und weiterentwickelt. Ausführliche Informationen zu den Anwendungsgebieten, Gegenanzeigen
und Nebenwirkungen finden Sie in der 5-FU-
und in der Mitomycin-Fachinformation.
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