Der Gewebe-Plasminogen-Aktivator ist in
den meisten menschlichen Organen, Geweben und Sekreten enthalten.
t-PA wird von Endothelzellen synthetisiert und kann, auf verschiedene
Stimuli hin, ins Blut freigesetzt werden. Physiologisch werden
relativ hohe Konzentrationen von t-PA im Uterus, im Herz, Skelettmuskel,
Ovar und in der Lunge gefunden. Die Freisetzung kann durch psychischen
oder physischen Streß, durch venöse Stauung sowie durch
Infusion vasoaktiver Substanzen erfolgen.
Genau wie Urokinase ist t-PA ein direkter Plasminogenaktivator.
Im Unterschied zu Uro- bzw. Streptokinase ist die Aktivität
des t-PA streng auf die Orte, an denen Fibrinablagerungen oder
Thromben vorliegen, begrenzt. In Abwesenheit von Fibrin ist t-PA
kaum wirksam. Durch Fibrin wird die Affinität von t-PA zu
Plasminogen etwa einhundertfach erhöht. Erklärt wird
dieses über einen Komplex aus Fibrin, Plasminogen und t-PA,
in dem t-PA erst seine volle Wirksamkeit entfaltet. Die fibrinolytische
Aktivität bleibt daher weitestgehend lokal begrenzt.
Der Gewebe -Plasminogen- Aktivator wird für den Einsatz
als Fibrinolytikum rekombinant, d.h. gentechnologisch hergestellt.
| rt-PA |
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Molekulargewicht |
70 000 Dalton |
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Wirkungsweise |
direkter Plasminogenaktivator |
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Plasmahalbwertzeit |
4-6 Minuten |
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Antigenität |
nein |
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Fibrinspezifität |
ja |
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allergische Reaktionen |
nein |
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