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| Fibrinolyse - Laborüberwachung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Laborüberwachung einer fibrinolytischen Therapie Ziel einer fibrinolytischen Therapie ist es, einen verschließenden Thrombus aufzulösen und die verlegte Strombahn zu rekanalisieren, ohne Blutungskomplikationen hervorzurufen. Die medikamentöse Fibrinolysetherapie stellt jedoch immer einen massiven Eingriff in das hämostaseologische Gleichgewicht mit einem daraus resultierenden erhöhten Blutungsrisiko dar. Ziel der Überwachung einer fibrinolytischen Therapie ist es daher, eine größtmögliche Wirksamkeit bei möglichst geringem Blutungsrisiko zu erreichen. Bereits vor Therapiebeginn sollte eine hämorrhagische Diathese labormäßig ausgeschlossen werden. Auch wenn bei dringlicher Indikation zur Fibrinolyse keine Laboruntersuchungen abgewartet werden können, müssen vor Therapiebeginn Blutproben entnommen werden, um bei Kontrolluntersuchungen sowie eventuell auftretenden Komplikationen Bezugsdaten zu haben.
Laborparameter vor Lysetherapie
Laborkontrollen zur Abschätzung von Blutungskomplikationen Es gibt derzeit keinen Labortest, mit Hilfe dessen Blutungskomplikationen mit ausreichender Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden können, um daraus therapeutische Konsequenzen ziehen zu können.Es gibt nur wenige Daten zur Erfassung möglicher Zusammenhänge zwischen Gerinnungsparametern und Blutungswahscheinlichkeit. Für Fibrinogenwerte unter 150 mg/dl wurde die Sensitivität für das Erfassen einer Blutungskomplikation mit 44%, die Spezifität mit 67% ermittelt. Ein Anstieg der Fibrin-und Fibrinogenspaltprodukte auf über 400 µg/dl zeigte eine Sensitivität für das Auftreten einer Blutung von 26% und eine Spezifität von 88%. siehe auch:
Laborkontrollen zur Beurteilung der Reperfusion Mittels Labordaten ist bisher keine verläßliche Vorhersage über den Therapieerfolg zu erhalten. Nach wie vor sind lediglich bildgebende diagnostische Verfahren in der Lage, eine brauchbare Reperfusionskontrolle zu liefern.
Begleitende und nachfolgende Antikoagulation Die fibrinolytische Behandlung schützt nur dann vor Thrombosewachstum und Thromboserezidiv, wenn während der Therapie genügend hohe Konzentrationen an Fibrinogenspaltprodukten bei gleichzeitiger Erniedrigung der Fibrinogenwerte erreicht werden, um einen ausreichenden antikoagulatorischen Effekt zu erzielen. Als Kontrollparameter sollte die aPTT bzw. TZ gewält werden. Anzustreben ist eine Verlängerung der aPTT auf das 1,5 – 2,5fache des oberen Normwertes bzw. eine Verlängerung der TZ auf das 2 – 4fache des oberen Normwertes. Werden die genannten Bereiche durch die fibrinolytische Behandlung nicht (mehr) erreicht, muß Heparin gegeben werden. Um den gerinnungshemmenden Effekt der Fibrin-und Fibrinogenspaltprodukte von dem des Heparins zu trennen, kann die heparinunabhängige Reptilasezeit herangezogen werden.
Globaltests zur Erfassung des Gerinnungs-und Fibrinolyseystems
Alle Tests können aus einer Blutprobe im Mischungsverhältnis 1+9 (1 Teil Natriumcitrat 0,1 mol/l + 9 Teile frisch entnommenes Blut) durchgeführt werden. |
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